Schuldenkrise von

Europa wird ärmer

Privatvermögen der Europäer schrumpft. Asiaten schon bis 2016 reicher.

Schuldenkrise - Europa wird ärmer © Bild: Getty Images

Die Schuldenkrise fordert ihren Tribut: Das Privatvermögen in Westeuropa schrumpfte nach einer Studie der Beratungsgesellschaft Boston Consulting im vergangenen Jahr um 0,4 Prozent auf umgerechnet 33,5 Billionen US-Dollar (nach heutigem Wechselkurs 25,5 Billionen Euro). Auch in Nordamerika und Japan ging es abwärts, während die Schwellenländer mächtig zulegen konnten.

"Die europäische Schuldenkrise hat die breite Bevölkerung getroffen", sagte Boston-Consulting-Experte Peter Damisch. Nach seinen Worten haben insbesondere die Menschen in den südlichen Ländern wie Italien (minus 1,3 Prozent) und Spanien (minus 0,8 Prozent) gelitten. "Wir haben aufgrund des schwachen Aktienmarkts aber auch Rückgänge in Großbritannien gesehen."

"Deutschland steht im Vergleich zu den europäischen Nachbarn gut da", stellte Damisch bei der Vorstellung der Studie in New York fest. Hierzulande habe es keine Immobilienkrise gegeben und die Menschen seien nicht so schlimm verschuldet. Das Privatvermögen in Deutschland wuchs den Daten zufolge um 0,4 Prozent auf 6,4 Billionen Dollar. Zu den Staaten, die ebenfalls zulegen konnten, gehörten die Schweiz (plus 0,5 Prozent) sowie Frankreich (plus 1,5 Prozent).

Nordamerika und Japan nicht besser dran
Neben Europa schrumpfte auch in anderen Industrieregionen laut der Studie "Global Wealth" das Privatvermögen: In Nordamerika (minus 0,9 Prozent) kam zusätzlich zur Schuldenkrise die erst in letzter Sekunde abgewendete Zahlungsunfähigkeit der US-Regierung erschwerend hinzu; in Japan (minus 2,0 Prozent) waren es die Folgen des Erdbebens und Tsunamis.

Das Privatvermögen weltweit stieg im vergangenen Jahr um 1,9 Prozent auf 122,8 Billionen Dollar, womit die Zunahme allerdings deutlich geringer ausfiel als in den beiden Vorjahren. "Das gesamte Vermögenswachstum kam aus den Schwellenländern", sagte Boston-Consulting-Experte Monish Kumar. So mehrten in Brasilien, Russland, Indien und China die Menschen ihren Konto- und Depotstand um 18,5 Prozent.

Experten: Asiaten bald reicher
"Wir gehen davon aus, dass auch in den kommenden Jahren das Vermögen zunimmt, aber nicht mehr so schnell wie in der Vergangenheit", sagte Damisch. Auch Europa wird sich den Schätzungen zufolge erholen. Allerdings, so sagen die Experten von Boston Consulting voraus, werden die Asiaten schon im Jahr 2016 reicher sein als die Europäer. Schon heute gibt es in China mehr Dollar-Millionäre als in Deutschland oder Großbritannien.

Kommentare

Globalisierung - was sonst? Wenn uns auch sogenannte NGOs immer einreden wollen die "3.Welt" leidet unter der Globalisierung - das Gegenteil ist der Fall! Die Globalisierung führt in erster Stufe auf jeden Fall einmal zu einer Verschiebung des Standards von den "reichen Ländern" zu den "armen Ländern". Die völlige Angleichung wird wohl in absehbarer Zeit nicht kommen. Uns muß aber trotzdem klar werden, dass der Status der "reichen" Amerikaner und Europäer ein Auslaufmodell ist.

Entschuldigung, aber .... vollmundige Politiker, anders gesagt- alle die nix Wert sind werden in EU- Parlament abgeschoben.

Diese Pfosten hatten damals das unnötige Bedürfnis sich einer Pleite-Weltmacht entgegen zu stellen- der USA.

Diese kranken und von teilweise verwirrten, siehe Mock, Vranitzky etc. die einen Platz im Geschichtsbuch finden wollten, zehren uns auf.

Tornado75 melden

Falsch! Nur die Angestellten und Arbeiter werden ärmer. Die Reichen und Superreichen werden durch Zinserträge auch in Europa immer reicher! Das ist halt der Effekt des Zinseszinssystems, das die Politiker verschweigen und das Volk nicht versteht, bis es irgendwann und zwar schon sehr bald, knallt!

christian95 melden

Re: Falsch! 100% richtig!

Ist das wirklich diese EU zu der Österreich JA gesagt hat?

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Re: Falsch! Das erklärt auch, warum die Politik den Bildungsstandard in Österreich seit Jahrzehnten so tief hält : nur einem dummen Volk das nichts versteht kann man das Märchen von der schönen EU verkaufen. Und mittlerweile dürfte selbst der Dümmste im Land verstanden haben dass jene die JA zur EU gesagt haben schlichtweg beschi**en wurden.

christian95 melden

Na und? Als Dank wählen wir seit 1945 immer wieder SPÖ+ÖVP, egal wie hoch sie uns noch abzocken, egal wie oft sie uns noch ver.....schen.

Steuerquote:

Österreich 46,4 %
Deutschland 40,1%
Großbritanien 38,1%
Tschechien 35,1%
Spanien 33,1%
Irland 30,5%
Slowakei 29,1%
Rumänien 28,4%
Litauen 27,4%
Bulgarien 27,0%

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