Schuldendrama von

Athener Chaos: Bangen um Einigung

Ärger über verschiedene Vorschläge Griechenlands. Eurogruppen-Chef hofft auf Lösung

Schuldendrama - Athener Chaos: Bangen um Einigung © Bild: Getty/Cardy

Das Chaos und die Verwirrung rund um das griechische Schuldendrama dauerten auch bei der Sondersitzung der Eurogruppe am Montag in Brüssel an. Eine Empfehlung an den am Abend stattfindenden Euro-Gipfel der Staats- und Regierungschefs gab es keine. Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem bestätigte, dass Athen zwei verschiedene Vorschläge schickte, was zu Ärger bei den Finanzministern führte.

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Dijsselbloem erklärte aber weiter, dass er eine Einigung diese Woche für möglich halte. Damit war zumindest Bewegung im Spiel. Dafür soll es auch noch diese Woche eine weitere Sondersitzung der Eurogruppe geben. Diese könnte laut Österreichs Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) am Mittwoch oder Donnerstag stattfinden, jedenfalls vor dem regulären EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs ab Donnerstag.

Schelling zeigte sich über die verschiedenen Fassungen, die Athen schickte, verstimmt. Es sei unmöglich, die von Griechenland geschickte dritte Version zu beurteilen, "nachdem zuerst zwei falsche geschickt wurden". Gleichzeitig konzedierte der Finanzminister, dass "die wesentlichen Punkte offensichtlich von Griechenland akzeptiert" worden seien. Es gebe aber Differenzen im Bereich verschiedener Berechnungsmethoden. Akzeptiert worden sei von Athen der Pfad für den Primärüberschuss, bei Pensionen sei es viel zu früh, zu bewerten, ob die Vorschläge annähernd das Ziel erreichen. Allerdings gebe es "zumindest eine bestimmte Bewegung".

Schelling: Beratung statt Entscheidung

Schelling sagte, der am Abend tagende Euro-Sondergipfel werde daher "ein Beratungsgipfel, aber kein Entscheidungsgipfel". Die Euro-Finanzminister werden versuchen, Entscheidungen für den nächsten regulären EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag in Brüssel vorzubereiten.

EU-Kommissar Pierre Moscovici erklärte, es handle sich beim Athen-Papier um eine "gute Arbeitsgrundlage". Allerdings müsse die Kohärenz des Ganzen noch geprüft werden. Dies werde auch Montagabend von den Staats- und Regierungschefs der Eurozone besprochen. Österreich ist beim Euro-Gipfel durch Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) vertreten.

Kommentare

Jeder zusätzlicher Euro nach Griechenland ist ein verlorener.

strizzi1949
strizzi1949 melden

Schon wieder VERhandeln anstatt handeln! Wann werden diese Geldverschwender von der EU endlich aufhören, den Griechen unser Steuergeld in den After zu schieben? Wann werden die Bürger der EU dieses Gesindel endlich zum Teufel jagen? Wie gut ging es uns, als wir noch selber Herr in unserem Land waren? Schmeißt sie raus, die Griechen und handelt endlich!

christian95 melden

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein schrecken ohne Ende!

Monatelang pflanzt die griechische Regierung ganz Europa. Auf einmal soll alles ganz anders sein und sie machen konkrete Vorschläge? Die träumen wohl alle unsere Politiker und die Bonzen in Brüssel!!!

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