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Jeder Dritte bricht Schule ab

Viele wechseln in Lehre. Nur ein Viertel der Sitzenbleiber schafft Schulabschluss.

Schulbildung - Jeder Dritte bricht Schule ab © Bild: apa/Fohringer

Es ist ein schockierendes Ergebnis: Fast jeder dritte Schüler bricht die Oberstufe ab. Herkunft sowie Umgangssprache der Jugendlichen stehen in deutlichem Zusammenhang mit der schulischen Karriere. Dieses Bild zeichnet die aktuelle Studie "Bildung in Zahlen 2010/11" der Statistik Austria.

Eingang in die Untersuchung fanden 70.000 Schüler ab dem Zeitpunkt ihres Wechsels in eine AHS, BHS (berufsbildende höhere Schule) oder BMS (berufsbildende mittlere Schule). Besonders viele Aussteiger gibt es laut "ORF" an der BMS: Fast die Hälfte der Schüler gehen bereits im ersten Jahres wieder von der Schule ab.

Ein gutes Viertel von ihnen entschließt sich für eine Lehre, 13 Prozent beenden ihre schulische Laufbahn komplett. Vergleichsweise weniger Abgänger gibt es in der AHS und der BHS. Hier entscheiden sich nur neun bzw. 16 Prozent für einen Ausstieg oder einen Wechsel in eine Berufsschule.

Hauptschüler werfen öfter das Handtuch
Es konnte ein Zusammenhang zwischen dem schulischen Erfolg einerseits und der schulischen Herkunft vor dem Wechsel in die AHS, die BHS oder der BMS festgestellt werden. So zeigte sich, dass ehemalige Hauptschüler doppelt so oft ausstiegen als ehemalige AHS-Unterstufenschüler.

Auch die Umgangssprache scheint Einfluss auf die schulische Laufbahn zu haben: Während etwa ein Drittel der BHS-Schüler mit deutscher Umgangssprache die Schule abbrechen, sind es unter den nicht deutschen BMS-Schülern über die Hälfte. Schüler, die die erste Oberstufenklasse wiederholen müssen, haben in der Regel die niedrigsten Erfolgsaussichten. Nur jeder Vierte schafft auch tatsächlich den Abschluss.

Kommentare

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wer nicht lernen will endet am Abstellgleis es ist eine Vorgabe das man die Schule besuchen kann,eine Lehre oder eine höhere Schule in Betracht ziehen kann und somit ein Standbein für die Zukunft hat.Wer sich dem versagt ,macht seinem Leben den dicken Strich durch die Rechnung und macht die Allgemeinheit des späteren haftbar indem man Mindestsicherung kassiert etc.Junge Menschen müssen erkennen das sie nur einmal die Chance haben Leben zu leben, wer das nicht erkennt belastet die Allgemeinheit und die ist nicht ewig gewillt leistbar zu sein für Menschen die keine Leistung einbringen wollen.

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Schulabbrecher Nur ein weiteres Indiz dafür dass Einwanderungspolitik, Familien- und Kinderpolitik sowie das Bildungssystem nicht im Einklang stehen. Die Folgen sehen wir dann im Berufsleben bzw als Kosten im Sozialsystem. Dieses konzeptlose Aneinandereihen von politischen Einzelmaßnahmen ist und bleibt zum Scheitern verurteilt. Die Leidtragenden sind die Menschen in diesem Land.

bridschy melden

Re: Schulabbrecher sie haben vollkommen recht. Ich frage mich nur, wie das weitergehen soll? Die Mindestsicherung für "obezahrer", denn von irgend etwas müssen die Schulabrecher ja leben. Als Aufbesserung ein bissl rauben oder sonstiges illegales. Für die braven Arbeiter, welche bis zum Rentenalter schuften, gibt es nur mehr die Einheitspension. Eine schreckliche Vision. Und das alles, weil die verantwortlichen Politiker seinerzeit und auch heute keinen Weitblick, hatten bzw. haben, der gesunde Menschenverstand fehlt oder ignoriert wird. Für verfehlte Politik gibt es leider keine Haftung. Es ist wirklich ein Jammer.

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Re: Schulabbrecher Ein maßgebender Grund fürs Abbrechen einer BMS nach dem ersten Schuljahr ist sicherlich das Absolvieren des neunten Pflichtschuljahres. Von den Hauptschulabgängern wollen die meisten eine Lehre beginnen, wollen aber nach der Hauptschule nicht den Polytechnischen Lehrgang besuchen.

willswissen melden

Re: Schulabbrecher Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen !
Bin auch der Meinung, dass die mittlerweile schon beachtliche Menge an schulpflichtigen, bildungsunwilligen Immigrantenkinder, einen sehr schlechten Einfluss auf jene haben, die eigentlich gute Voraussetzungen (Elternhaus, lernwillig) für einen ordentlichen Schulabschluss mit sich bringen würden.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses allgemeine Einwanderungsproblem unseren Politikern nicht bekannt ist. Denn in ihren Familien und Freundeskreis wird sicherlich auch dieses Thema diskutiert werden. Oder wollen bezw. dürfen sie es nicht wissen?
Mich erinnert das immer an die Vogel Srauß-Politik!

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