Schüssel-Reise bestätigt: Sprecherin weist Vorwurf der Geschenkannahme aber zurück

Konzert-Event als Unterstützung für Bösendorfer Privatjet von PLO-Chef Arafat benutzt: Nicht politisch

Die Sprecherin von Schüssel, Heidi Glück, hat die Reise Schüssels nach Sofia bestätigt, Vorwürfe der Geschenkannahme aber entschieden zurückgewiesen. Bei dem Event habe es sich um ein Konzert mit österreichischen Musikern unter dem Ehrenschutz von Schüssel und des damaligen bulgarischen Premiers Simeon Sakskoburggotski gehandelt. Dabei seien von Seiten Österreichs mehrere Bösendorfer-Klaviere - die BAWAG hat die Klaviermanufaktur im Jahr 2001 gekauft - an bulgarische Musikschulen überreicht worden, so Glück zur APA.

Mit dem Konzert sei es auch um Unterstützung für Bösendorfer gegangen, also Werbung für das Unternehmen zu machen und neue Märkte zu erschließen. Schüssel habe keine Geschenke angenommen, sondern "ein österreichisches Unternehmen unterstützt", so Glück. Die Vorwürfe und Drohungen der anderen Parteien - die FPÖ hat eine Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft angekündigt - seien "absurd" und ein Versuch, "im Wahlkampf politisches Kleingeld zu machen".

Dass die Reise nach Bulgarien in einem Privatjet von PLO-Chef Yasser Arafat erfolgte, erklärte Glück damit, dass diese Jets ganz normal vermietet werden. Das hätte mit der politischen Funktion Arafats nichts zu tun. (apa/red)