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Schüler blendeten in Oberösterreich Flugzeugpiloten mit Laserpointer

Drei Jugendliche rasch ausgeforscht

Die Polizei hat drei Schüler ausgeforscht, die am Donnerstagabend in Pasching (Bezirk Linz-Land) mit einem Laserpointer auf zwei Flugzeuge im Landeanflug auf den Flughafen Linz-Hörsching gezielt hatten. Der Pilot einer Passagiermaschine bemerkte den Laserstrahl rechtzeitig und konnte eine starke Blendung vermeiden, der Pilot einer Frachtmaschine musste unterdessen ein Ausweichmanöver fliegen.

Die drei Jugendlichen aus Leonding - zwei 15-Jährige und ein 14-Jähriger - waren am Abend auf das oberste Parkdeck eines Einkaufszentrums in Pasching gegangen und hantierten dort kurz vor 22.00 Uhr mit einem grünen Laserpointer der Klasse 3 herum. Zuerst richteten sie den Laserstrahl auf eine Dachterrasse, später allerdings mehrmals auf eine Passagiermaschine der AUA im Landeanflug. An Bord der Dash-8/400 befanden sich 50 Fluggäste.

Der 41-jährige Pilot bemerkte den Laserstrahl rechtzeitig und warnte seinen Kopiloten, nicht direkt in das Licht zu schauen. Dadurch war die Blendung nicht so stark, die Maschine konnte normal und sicher landen. Kurz darauf nahmen die drei Schüler mit dem Laserpointer eine Frachtmaschine ins Visier. Dabei wurden der 58-jährige Pilot der Boeing 757 und sein Kopilot stark geblendet. Weil kein ungestörter Landeanflug mehr möglich gewesen wäre, flogen die beiden Piloten ein kurzes Ausweichmanöver. Sie konnten die Maschine dann sicher landen.

Weil der 41-jährige AUA-Pilot eine relativ genaue Angabe machte, von wo der Laserstrahl kam, konnten die Schüler von Polizisten noch am Parkdeck gestellt werden. Die Jugendlichen gaben die Tat sofort zu. Wie die Polizei mitteilte, seien sie sich der Tragweite ihrer Tat nicht bewusst gewesen. Die Schüler werden wegen fahrlässiger Gemeingefährdung und Gefährdung der Sicherheit der Luftfahrt angezeigt. Der Laserpointer wurde sichergestellt. Die Piloten überstanden die Angriffe ohne Beeinträchtigung für ihre Gesundheit.

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