Schreckliche Unfallbilanz: Die Zahl der Verkehrstoten ist heuer massiv gestiegen

318 Menschen sind bis jetzt ums Leben gekommen Hauptursache laut VCÖ überhöhte Geschwindigkeit

Die vorläufige Halbjahresbilanz des Innenministeriums weist für die ersten sechs Monate des Jahres 2007 mit 318 Verkehrstoten einen Anstieg von 13,2 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres. Damals war mit 281 Toten der absolute Tiefstand erreicht worden. 318 Tote sind laut Innenministerium das bisher zweitniedrigste Zwischenergebnis seit Bestehen der Statistik, also seit mehr als 50 Jahren.

"Die den Sicht-, Fahrbahn- und Verkehrsverhältnissen nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit ist nach wie vor die Hauptursache der tödlichen Unfälle. Ich appelliere deshalb an alle Verkehrsteilnehmer, sich gerade jetzt und während der bevorstehenden Urlaubszeit der Verantwortung beim Lenken eines Fahrzeuges bewusst zu sein und sich vorbildlich und rücksichtsvoll zu verhalten", erklärte Innenminister Günther Platter (V) in einer Aussendung.

Fast 57 Prozent aller Getöteten (181 von 318) sind Pkw-Lenker oder Insassen, viele davon sind junge Leute bis 26 Jahre oder ältere Verkehrsteilnehmer, also über 60-Jährige. Die zweitgrößte Gruppe der Verkehrstoten bilden mit 16,7 Prozent die Motorradfahrer. Hier ist die mittlere Altersgruppe - 40- bis 50-Jährige - besonders gefährdet. Im ersten Halbjahr starben insgesamt 53 Motorrad-Lenker oder -Mitfahrer im Straßenverkehr. In den ersten sechs Monaten 2007 waren es 32.

Zu berücksichtigen sind dabei die Wetterbedingungen. Während der Jahresbeginn 2006 sehr winterlich war, gab es in den ersten Monaten dieses Jahres eine ungewöhnliche Wärmeperiode, weshalb mehr Biker als üblich unterwegs waren. Im ersten Halbjahr 2007 sind 14 Menschen an Eisenbahnkreuzungsanlagen bei Kollisionen mit Zügen tödlich verunglückt. Im gesamten Vorjahr waren es 21 Personen.  

Verkehrstote nach Bundesländern:

2007 2006
Burgenland 15 9
Kärnten 18 28
Niederösterreich 100 80
Oberösterreich 73 58
Salzburg 19 19
Steiermark 51 43
Tirol 22 20
Vorarlberg 7 9
Wien 13 15

(apa/red)