Schonfrist für Österreichs Schüler: Neue Regeln erst in zwei Jahren verpflichtend

Fehler werden angestrichen, aber nicht gewertet

Von den Änderungen bei der Rechtschreibreform vorerst unberührt bleiben die österreichischen Schüler. Für sie bleibt zumindest vorerst alles beim Alten: Schon bisher waren jene Bereiche, die heuer neu geregelt wurden (v.a. Bereiche der Getrennt- und Zusammenschreibung sowie Groß- und Kleinschreibung), vom In-Kraft-Treten am 1. August 2005 ausgenommen. Laut einem Erlass des Bildungsministeriums vom vergangenen Sommer wurde "Toleranz geübt", sowohl alte als auch neue Schreibweisen waren zulässig.

Eine ähnliche Toleranzfrist wird auch in den kommenden beiden Schuljahren gelten. Ein entsprechender Erlass des Bildungsministeriums tritt Anfang September in Kraft. "In diesem Zeitraum sind Schreibweisen, die nicht dem Regelwerk in der Fassung 2006 entsprechen, zu korrigieren, aber nicht zu bewerten", heißt es etwa in einem ministeriellen Schreiben an die Landesschulräte. Das heißt, dass etwaige Fehler zwar angestrichen, aber nicht als solche in die Note einfließen werden. Grund dafür ist unter anderem, dass eine Umstellung der Schulbücher nicht von heute auf morgen erfolgen kann. (apa)