Schon 325.000 € überwiesen: Österreichs Soforthilfe für den Libanon voll angelaufen

Plassnik: Geld soll Notversorgung gewährleisten

"Die österreichische Soforthilfe für die Not leidende Zivilbevölkerung im Libanon ist voll angelaufen." Dies erklärte Außenministerin Ursula Plassnik laut einer Presseaussendung ihres Ministeriums. 325.000 der im Juli durch die Bundesregierung beschlossenen 500.000 Euro Soforthilfe aus dem Auslandskatastrophenfonds wurden demnach bereits auf die Konten des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) überwiesen.

Primär diene das Geld dazu, die Notversorgung der durch die Kriegshandlungen schwer getroffenen Bevölkerung im Südlibanon und der intern Vertriebenen sicherzustellen. Es solle ermöglicht werden, die Versorgung der Menschen mit Wasser, Nahrung, Medikamenten und Hygieneartikeln zu gewährleisten. Außerdem solle Hilfe bei der Zusammenführung von vermissten Personen mit ihren Familien geleistet werden.

Weitere 175.000 Euro gehen laut Außenministerium an die Projekte von österreichischen Nichtregierungsorganisationen, die über profunde Nahost-Erfahrung verfügen. Die Verträge würden noch diese Woche abgeschlossen, die Geldern sollen der Grundversorgung von Vertriebenen in den Lagern Bourj el Barajneh, Shatilla und in zahlreichen Schulen im Großraum Beirut, die derzeit als Auffanglager dienen, zugute kommen. Ein Schwerpunkt der Hilfe liege auch bei der psychosozialen Betreuung traumatisierter Kinder.

Die EU veröffentlichte unterdessen in Brüssel eine Aufstellung der finanziellen Hilfen, die von den einzelnen EU-Mitgliedern für die Opfer des Libanon-Krieges geleistet werden. (APA/red)