Schöner die Kassen nie klingeln: Handel frohlockt über den vierten Einkaufssamstag

Wien: 900.000 Menschen in den Einkaufsstraßen Mehr Kunden, mehr Umsätze: Handel ist zufrieden

Schöner die Kassen nie klingeln: Handel frohlockt über den vierten Einkaufssamstag © Bild: Reuters

Trotz Schneetreibens, Kälte und Wirtschaftskrise drängten sich am 4. Adventsamstag Menschenmassen durch die heimischen Einkaufsstraßen und Shoppingcenter. Aus fast allen Bundesländern und Hauptstädten hieß es unisono, dass "die Hölle los" sei und "die Kassen klingeln". Das winterliche Wetter kurbelte vor allem die Nachfrage nach Sportartikeln an, auch Bücher und CDs und weiter Elektrogeräte erfreuten sich bei großer Beliebtheit bei den Einkäufern. In Summe dürfte das Weihnachtsgeschäft in etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegen, meinen Handelsvertreter.

In der Bundeshauptstadt waren laut Wiener Wirtschaftskammer rund 900.000 Menschen unterwegs, um die letzten Geschenke zu besorgen - um 50.000 mehr als eine Woche zuvor. "Ich bin zuversichtlich, dass wir beim heurigen Weihnachtsgeschäft das gute Ergebnis des Vorjahres wieder erreichen werden, denn die Stimmung der Konsumenten ist gut, die Kauflust ist groß", betonte die Präsidentin der Wiener Wirtschaftskammer, Brigitte Jank, in einer Aussendung. Die Renner des heutigen Einkaufssamstages waren vor allem Bücher und Sportartikel sowie Gutscheine. Zufrieden zeigten sich vor allem die Händler in den großen Einkaufsstraßen und in den Shoppingcentern, die zum Teil über deutliche Zuwächse gegenüber dem Vorjahr berichten.

Einkaufszentren überfüllt
In den Bundesländern trieb das kalte Wetter die Menschen verstärkt in die Einkaufszentren, wo die Parkplätze oft schon ab 10 Uhr Vormittag ausgelastet waren. Den bis dahin stärksten Einkaufssamstag im Advent verzeichneten das City Center Amstetten (CCA), die Rosenarcade Tulln, der Fischapark in Wiener Neustadt und die Shopping City Süd (SCS) in Vösendorf. "Es zieht die Leute ins Warme," zeigte sich Anton Cech, Manager der SCS, über das "ausgezeichnete Geschäft" am 4. Einkaufssamstag erfreut. Die Menschen würden durch den Wintereinbruch nun mehr Ski, Sportartikel und Textiles kaufen als Anfang Dezember, meinte Stefan Krejci, Centerleiter des CCA und der Rosenarcade. Nach Ansicht von Karl Ungersbäck, Geschäftsführer der Sparte Handel der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) kann das Vorjahresergebnis bei der Besucherfrequenz und den Umsätzen bei den Einkaufszentren in Niederösterreich gehalten werden.

Auch in Oberösterreich war in den großen Einkaufscentern in Linz, Wels und Steyr am letzten Advent-Einkaufssamstag von "fantastischen" Ergebnissen eines sehr umsatzstarken Advents die Rede. "Er ist das Sahnehäubchen" in einem Weihnachtsgeschäft, das im "mehrstelligen Prozentbereich" über den Ergebnissen des Vorjahres liegen werde, hieß es etwa aus dem Shoppingcenter in Wels. Ein Mitarbeiter eines Einkaufs-Centers in Steyr beschrieb die Szenerie bildlich: "Bei uns ist die Hölle los!" Man rechne mit einem "leichten Plus" aufgrund der Frequenzsteigerung bei den Besuchern. Franz Penz, Obmann der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Oberösterreich, sprach von einem, "sehr gutes Weihnachtsgeschäft", auf das die Branche bisher zurückblicken könne, endgültig abgerechnet werden könne aber erst im Jänner.

Steiermark "insgesamt zufrieden"
In der Steiermark führte der heftige Schneefall zu einem Run auf Wintersportartikel und Textilien. Gerade wenn es schneie, sei das Haus voll, sagte etwa die Leiterin des Kapfenberger ECE, Marion Schegula und rechnet mit einem Plus gegenüber dem Vorjahr. Auch Oliver Heun-Lechner von Kastner & Öhler in Graz sieht das winterliche Wetter als Beitrag zur weihnachtlichen Stimmung. Die Verlierer des Wintereinbruchs sind dagegen kleinere Gemeinden, meinte der Wirtschaftskammer Steiermark-Spartenobmann Wolfgang Sauer, der dennoch mit dem Geschäftsverlauf "insgesamt zufrieden" ist und sieht trotz Krise das Vorjahresniveau in Griffweite.

Zufrieden mit dem vierten Einkaufssamstag zeigten sich auch die Betreiber von Europark und des Spar European Shopping Center. Laut Europark-Chef Marcus Wild lief der Verkauf bei von Büchern und im Elektronikbereich außergewöhnlich gut, gefolgt von Sport- und Winterbekleidung, Spielwaren und Gutscheinen. Die Weihnachtseinkäufe, die viele vor sich hergeschoben hätten, schienen nun von vielen nachgeholt worden zu sein. Auch das Einkaufszentrum "Forum 1" beim Salzburger Hauptbahnhof berichtet über "eine der besten Frequenzen" bisher und einem Boom bei Sportartikeln.

Burgenland und Tirol erfreut
Im Burgenland haben am vierten Einkaufssamstag die Kassen im Handel offenbar etwas stärker geklingelt als an anderen Adventswochenenden. Bei der Wirtschaftskammer sowie den größeren Einkaufszentren in Oberwart und Eisenstadt, sowie im Outletcenter Parndorf zeigte man sich sowohl mit der Kundenfrequenz als auch mit der herrschenden Kauflaune zufrieden, die auch Schnee und Kälte kaum bremsen konnten.

Der Tiroler und der Vorarlberger Handel rechnet nach dem 4. vorweihnachtlichen Einkaufssamstag damit, dass das Vorjahresergebnis erreicht bzw. sogar übertroffen werden kann. Vor allem im Raum Innsbruck habe es ab dem späten Vormittag Probleme auf den Zubringerstraßen zu den Einkaufszentren gegeben. Und: Die Besucher würden "nicht nur schauen, sondern auch kaufen", erklärte der Obmann der Sektion Handel in der Wirtschaftskammer Tirol, Peter Wartusch der APA.

Vorarlberg glücklich - Kärnten im Pech
Im Ländle war nach Angaben aus Einkaufszentren und Geschäften in den Innenstädten von einer Kaufzurückhaltung nichts zu spüren. Burkhard Dünser, Geschäftsführer des größten Vorarlberger Einkaufszentrums "Messepark" in Dornbirn berichtete über Zuwächse gegenüber 2008. Ähnlich präsentierte sich die Situation im "Zimbapark" in Bürs bei Bludenz sowie in den Zentren von Feldkirch, Bludenz und Dornbirn.

Nur im südlichsten Bundesland Kärnten haben die starken Schneefälle und teilweise chaotischen Straßenverhältnisse die Einkaufslust ein wenig gedämpft. In Klagenfurt und Villach waren deutlich weniger Menschen in der Stadt unterwegs als an den vergangenen Samstagen, auch die großen Einkaufszentren meldeten etwas schwächere Frequenzen. Insgesamt sind die Betreiber der Shopping Malls, wir dem Villacher Atrio und den Klagenfurter City Arkaden, aber mit dem bisherigen Weihnachtsgeschäft ebenfalls sehr zufrieden.

(apa/red)

Kommentare

Hauptsache die Kassen klingeln... ..gestern fand eine Umfrage statt welchen Namen der Sohn von Maria und Josef hätte. Von Josef der II. bis Lukas waren die Tips, als gesagt wurde, daß der, der in der Krippe in Betlehem geboren wurde Jesus heißt, und seine Eltern Maria und Josef sind, fragte man wieder wie denn der Sohn der beiden heißt?? Antwort:"Keine Ahnung, Josef,
oder wos was i"!!
Hauptsache die Kassen klingeln, und 900 000
Menschen waren am letzten Einkaufsamstag unterwegs, um anläßlich des "Weihnachtsfestes" der "Geburt Jesu" die wir feiern,
Geschenke einzukaufen!!

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