Schneise der Verwüstung in Mississippi: Tornado fordert mindestens 10 Todesopfer

Wirbelsturm hatte über einen Kilometer Durchmesser Kleinstadt Yazoo City besonders schwer betroffen

Bei einem schweren Tornado sind in Mississippi am Samstag mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Der Wirbelsturm mit einem Durchmesser von über einem Kilometer und Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Stundenkilometern hat auf seinem Weg durch den Südstaat eine Schneise der Verwüstung gezogen. Häuser wurden abgedeckt, Bäume und Strommasten umgeknickt.

In der besonders schwer betroffenen Kleinstadt Yazoo City kamen mindestens drei Menschen ums Leben. 15 weitere wurden verletzt. Teile des 14.500-Einwohner-Orts seien "ausradiert", sagte ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde. Mindestens 20 Häuser liegen in Trümmern. Suchtrupps durchkämmten sie bis zum Abend nach weiteren Vermissten. Mehrere Verletzte mussten in die Krankenhäuser umliegender Orte gebracht werden.

"Kirchen wurden weggefegt, Bäume und Stromleitungen heruntergerissen", sagte Mississippis Gouverneur Barbour, der aus Yazoo City kommt. Da die Rettungsarbeiten andauerten, musste nach offiziellen Angaben mit weiteren Toten und Verletzten gerechnet werden. Der Gouverneur rief für 17 Bezirke den Notstand aus. Er forderte die Nationalgarde zur Unterstützung an.

Der Nationale Wetterdienst warnte vor "zum Teil gefährlichen Situationen". Das gewaltige Sturmtief sorgte im Süden und Mittlerem Westen der USA für weitere 40 Tornados. Betroffen waren auch die Staaten Louisiana, Missouri, Tennessee, Alabama, Georgia, Arkansas, Kentucky und Indiana. Für die Region sind Tornados keine Seltenheit.

(apa/red)