Schneesturm legt Teile der USA lahm: Drei Tote im Nordosten der Vereinigten Staaten

Nationalgarde im Einsatz - 380.000 ohne Strom PLUS: Weitere Schäden durch Tauwetter erwartet

Schneesturm legt Teile der USA lahm: Drei Tote im Nordosten der Vereinigten Staaten

Bei einem überraschenden Wintereinbruch mit Rekordschneefällen sind im Nordosten der USA drei Menschen ums Leben gekommen. In Getzville im US-Bundesstaat New York sei ein Mann beim Schneeschaufeln von einem herabfallenden Ast erschlagen worden, berichtete die Tageszeitung "Buffalo News". Die beiden anderen Personen seien an den Folgen von Verkehrsunfällen gestorben.

Der Schneesturm hatte auf einem rund 170 Kilometer großen Gebiet im Bundesstaat New York Rekordschneefälle von bis zu 60 Zentimeter gebracht. Für 390.000 Menschen brach die Stromversorgung zusammen. Nur 50.000 der Betroffenen konnten bis Samstag wieder ans Netz angeschlossen werden.

In der besonders stark betroffenen Stadt Buffalo waren zum Beginn des Wochenendes nach Angaben des Blattes noch 70 Prozent aller Haushalte ohne Strom. Viele Menschen hätten sich in Hotels mit Heizung in Sicherheit gebracht. Nach Angaben der Energieversorger wird es bis zu vier Tage dauern, bis alle Haushalte wieder an das Stromnetz angeschlossen sein werden.

Nie zuvor in der 137 Jahre langen Wetterchronik fiel nach Angaben von Meteorologen im Nordwesten von New York Anfang Oktober so viel Schnee. Für vier Bezirke rief Gouverneur George Pataki den Notstand aus. In vielen Ortschaften waren Nationalgardisten im Einsatz, um beim Schneeräumen und bei der Auslieferung von Essen und Medikamenten für Ältere und Kranke zu helfen.

Ähnlich wie bei einem Hurrikan hatte sich der Schneesturm mit dem warmen Wasser des Erie-Sees vollgetankt. Anschließend wütete die ganze Nacht über. Zehntausende Bäume knickten um, weil der schwere nasse Schnee auf das Herbstlaub fiel und damit das Gewicht noch größer wurde. Nach Behörden-Angaben wurden zahlreiche Häuser, Autos und Stromleitungen durch umfallende Bäume beschädigt. (apa/red)