Schneechaos in Kärnten: Situation im
Süden Österreichs entspannt sich langsam

Bad Bleiberg: Bewohner kehren in Häuser zurück Lesachtal noch gesperrt - Schüler hatten "schneefrei"

Schneechaos in Kärnten: Situation im
Süden Österreichs entspannt sich langsam © Bild: APA/Eggenberger

In den neuschneereichen Gebieten Oberkärntens hat sich die Situation weitgehend entspannt. Einzig im Lesachtal blieben die Straßen vorerst gesperrt. In Bad Bleiberg wurden die Sperren aufgehoben. Vorübergehend in Sicherheit gebrachte Bewohner durften in ihre zwischenzeitlich gefährdeten Häuser zurückkehren.

Die Sperren im Lesachtal dürften möglicherweise demnächst aufgehoben werden. Zuletzt gingen im gefährdeten Bereich allerdings noch einige Lawinen ab, Bäume stürzten auf die Gailtalstraße (B111). Auch der Plöckenpass war gesperrt, die meisten Pass- und Bergstraßen waren nur mit Ketten befahrbar.

Für viele Verkehrswege entpuppte sich die durchnässte Neuschneedecke als Gefährdung. Der Schnee drohte an steilen Wiesenhängen abzugleiten. Im westlichen Teil der Karnischen Alpen wurde die Lawinengefahr mit Stufe vier auf der fünfteiligen Skala bewertet.

"Schneefrei" für Schulkinder
Freuen durften sich einige Schulkinder: "Am Montag haben es nur drei von 140 Schülern in die Hauptschule Lesachtal geschafft", erklärte der Lesachtaler Bürgermeister und Direktor der Hauptschule, Franz Guggenberger. Die Schule sei zwar offen, aber 80 Prozent der Kinder könnten nicht kommen, da Straßen und Seitenstraßen nicht zu befahren seien, so Guggenberger.

Der durch die Schneefälle beeinträchtigte Bahnverkehr wurde auch wieder aufgenommen. Viele Bäume waren den Schneelasten nicht gewachsen und stürzten direkt auf die Oberleitungen und Gleise. Streckensperren, vor allem im Oberen Gailtal waren die Folge. Zwischen Kirchbach im Gailtal und Kötschach/Mauthen herrschte zum Teil auch Lawinengefahr.

"Durch den Einsatz aller verfügbaren Mitarbeiter und Räumgeräte konnten wir in extrem kurzer Zeit den Bahnverkehr wieder aufnehmen", erklärte Einsatzleiter Edmund Steiner von der ÖBB.

(apa/red)