Schneebrett auf 3.000 Metern Seehöhe:
Lawinenabgang fordert ein Todesopfer

Tirol: Britischer Snowboarder vergeblich reanimiert Gruppe war im ungesicherten Skiraum unterwegs

Schneebrett auf 3.000 Metern Seehöhe:
Lawinenabgang fordert ein Todesopfer © Bild: APA/OEAMTC

Ein Lawinenabgang im hochalpinen Gelände hat in Tirol erneut ein Todesopfer gefordert. Der britischer Snowboarder wurde vergeblich reanimiert. Er erlag noch an Ort und Stelle seinen schweren Verletzungen.

Die Gruppe von insgesamt vier Snowboardern aus Großbritannien war im Bereich der auf über 3.000 Meter gelegenen Karlesjochbahn im ungesicherten Skiraum unterwegs gewesen. Dort dürften sie das Schneebrett in einem 40 Grad steilen Hang selbst ausgelöst haben. Die Begleiter des Verunglückten verständigten die Rettungskräfte mittels Mobiltelefon. "Der Verunglückte hatte sich in einer Tiefe von rund eineinhalb Metern befunden", schilderte ein Bergretter. Im Einsatz standen die Alpinpolizei, die Bergrettung und ein Notarzthubschrauber.

In weiten Teilen des Landes herrschte die Lawinenwarnstufe "Zwei" auf der fünfteiligen Skala. Die Hauptgefahr gehe von frischen, kammnahen Triebschneeansammlungen im hochalpinen Gelände aus, warnten die Experten des Lawinenwarndienstes. Außerdem könnten oberhalb von etwa 3.000 Metern im sehr steilen Gelände Schneebrettlawinen innerhalb der seit letzter Woche entstandenen Neuschneeschicht durch große Belastung ausgelöst werden.

(apa/red)