Schnee für WM kam spät: Jetzt ist aber kein
Ende in Sicht! Aare ist allerdings gerüstet!

Letzte Vorbereitungen laufen derzeit auf Hochtouren Wind und Nebel könnten aber Spielverderber werden

Schnee für WM kam spät: Jetzt ist aber kein
Ende in Sicht! Aare ist allerdings gerüstet!

Die WM-Pisten sind fertig präpariert, aber an den Straßenecken wird noch fleißig Schnee geschaufelt, am Hauptplatz werden Stände aufgebaut und Schaufenster dekoriert. Die kleinen Eis-Skulpturen haben noch keine Gesichter und jene Bühne, auf der die Gewinner ihre Medaillen verliehen bekommen, steht noch auf etwas wackeligen Beinen. Die 2.000-Einwohner-Stadt Aare in der schwedischen Provinz Jämtland wird aber bereit sein für die Eröffnungsfeier der 39. Alpinen Ski-Weltmeisterschaften.

Die Nächte sind lang und klar, doch mit Einbruch der Dämmerung setzt seit Tagen in Aare auch der Schneefall ein. Heftiger Schneefall. Und laut Vorhersagen ist für die restliche Woche keine Änderung in Sicht, am Samstag und Sonntag stehen aber bereits die Super G auf dem Programm. Lange haben die kalten Temperaturen in diesem Winter auf sich warten lassen, mit ihnen kam dann nicht nur das ersehnte Weiß, sondern auch der gefürchtete Wind und dichter Nebel, die sich als Spielverderber dieser Titelkämpfe entpuppen könnten. In den vergangenen Tagen wäre die Durchführung eines Speed-Events wohl nur schwer möglich gewesen.

Aare liegt am Ufer des Aresjön und am Fuße des 1.420 m hohen Berges Areskutan. Wegen seiner Ausbreitung gleicht der Fluss hier einem See, der monatelang von einer dicken Eisschicht bedeckt ist. Normalerweise. Dieses Jahr kam der Frost spät, das Eis ist noch dünn. Der ursprüngliche Plan, die Fläche als Parkplatzes zu nützen, ist allerdings ohnehin schon im vergangenen Mai verworfen worden. Platzmangel gibt es in der Weite des Jämtlands trotzdem nicht, nahe der Festival-Arena und dem Zielstadion können die erwarteten 100.000 Zuschauer ihre Fahrzeuge abstellen.

Im größten Wintersportort Nordeuropas sind in der Hauptsaison bis zu 40.000 Gäste beherbergt, großteils in Appartements - typisch für die Region in rot gehaltenen kleinen Holzhäuschen. Die Bergbanan, ein Schrägaufzug, befördert bereits seit 1910 von der Ortsmitte die Skifahrer auf den Gipfel des Areskutan und verleiht dem entzückenden Ort einen besonderen Charme. Moderne Gondelbahnen sind eine komfortablere und schnellere Möglichkeit, rauf zu kommen. Nicht nur der Tradition fühlt sich der Gast verpflichtet, sondern auch dem Apres Ski, zu dem moderne wie urige Lokale gleichermaßen einladen.

Mit dem "Tirol Berg" entsteht rund 90 Kilometer nördlich von Östersund derzeit eine sicher schnell angesagte temporäre Location, seit drei Wochen wird am Aufbau des Treffpunkts für die österreichischen Ski-Asse, die Prominenz aus Wirtschaft und Politik gearbeitet. (apa/red)