Schmied setzt sich für Filmwirtschaft ein:
Vorschlag zur Zweckbindung der Gebühren

Ansonsten drohe "strukturelle und inhaltliche Gefahr" MEINUNG POSTEN: Ist ORF-Erhöhung gerechtfertigt?

Kulturministerin Claudia Schmied schlägt sich auf die Seite der österreichischen Filmschaffenden, die seit Wochen über Finanzknappheit klagen und vor dem drohenden Kollaps der Filmindustrie warnen. Schmied sprach sich in einer Aussendung für "mehr Geld für den österreichischen Film bereits 2008" aus.

Die Mittel sollten aus jenen unter dem Titel "Rundfunkgebühren" erhobenen Geldern kommen, die derzeit an den Bund bzw. in die Kassen von Finanzminister Wilhelm Molterer fließen.

Die Ministerin wünscht sich eine Zweckwidmung dieser Gebühren für die österreichische Filmwirtschaft, dies habe sie dem Finanzminister in einem Schreiben mitgeteilt. Für welche konkreten Institutionen diese Mittel zum Einsatz kommen, sei noch zu diskutieren, "wichtig ist jedenfalls der Einsatz für den Film", hieß es. Im Jahr 2006 gingen 50,7 Millionen Euro an Radio- und Fernsehgebühren an den Bund.

Laut Schmied drohe der Filmwirtschaft und damit einem Teil der Kulturlandschaft "ernsthafte strukturelle und inhaltliche Gefahr", nachdem der ORF in seinem Finanzplan angekündigt habe, die Mittel für österreichische Produktionen weiter zu kürzen. Dadurch sei eine Anzahl von Filmfirmen in ihrer wirtschaftlichen Existenz gefährdet und somit hunderte Arbeitsplätze bedroht, warnte sie im Vorfeld der ORF-Stiftungsratssitzung am Donnerstag, bei der unter anderem über den ORF-Finanzplan abgestimmt werden soll. (apa/red)