Schmerzliches Ende eines Traums: Vanek
plant nächsten Anlauf auf den Stanley Cup

Vertrag läuft aus, aber Steirer plant mit Buffalo

Schmerzliches Ende eines Traums: Vanek
plant nächsten Anlauf auf den Stanley Cup

Thomas Vanek hat in der National Hockey League eine ausgezeichnete Saison gespielt. Mit 43 Toren war er der beste Torschütze der Buffalo Sabres im Grunddurchgang und die Nummer fünf der gesamten Liga. Sein großes Ziel, den Stanley Cup zu gewinnen, hat der 23-jährige Steirer aber nicht erreicht.

Nach der 2:3-Niederlage nach Verlängerung gegen die Ottawa Senators sprach Vanek mit der APA über seine Enttäuschung, seine Vertrags-Situation und einen dritten Versuch, den er im nächsten Jahr mit den Sabres unternehmen will.

APA: Herr Vanek, was geht in Ihnen vor, nachdem sie ihr großes Ziel, das Stanley Cup-Finale, verpasst haben?

Vanek: "Es ist eine große Enttäuschung nach so einer guten Saison. Es ist immer enttäuschend, wenn man so weit kommt, aber letztlich nichts gewinnt. Das tut weh."

APA: Sie waren heute wieder knapp dran, haben aber in der Verlängerung verloren. Was war ausschlaggebend?

Vanek: "Wir haben gut gespielt, aber im zweiten Drittel zwei blöde Tore bekommen. Im dritten Drittel haben wir wieder gut gespielt und auch das Powerplay-Tor erzielt. Wir hatten weiter gute Chancen, eine auch durch mich, aber da ist das Tor verschoben worden."

APA: Was war in der Serie entscheidend?

Vanek: "Im Nachhinein ist es immer leicht zu sagen, was man besser machen sollte. Ottawa hat sehr gut gespielt, wir haben die ersten drei Spiele verschlafen."

APA: Buffalo hat alle drei Heimspiele verloren. Woran lag das? War der Druck vor eigenem Publikum vielleicht zu groß?

Vanek: "Nein. Die Mannschaften in der NHL sind so stark, da ist kein Unterschied, ob man auswärts oder zu Hause spielt."

APA: Buffalo war im Vorjahr die Überraschung, ist aber ebenfalls im Conference-Finale ausgeschieden. Heuer waren die Sabres der große Favorit. Sind Sie deshalb heuer noch enttäuschter?

Vanek: "Nein, es tut immer weh, wenn man die Chance auf das Finale hat, es aber nicht erreicht."

APA: "Wie werden Sie in den nächsten Tagen abschalten?

Vanek: "Ich bleibe noch rund eine Woche in Buffalo, werde mit den Burschen was unternehmen. Dann werde ich drei, vier Wochen relaxen, Golf spielen, Energie tanken. Und dann wieder hart trainieren."

APA: Bereiten Sie sich wieder in Minnesota vor, auf ihrer ehemaligen Universität?

Vanek: "Ich bleibe in Minnesota, trainiere auf der Uni, aber nicht nur dort. Wir sind sieben, acht Spieler, die gemeinsam trainieren."

APA: Ihr Vertrag läuft aus. Werden Sie auch in der nächsten Saison in Buffalo spielen?

Vanek: "Ich gehe davon aus, dass ich auch nächstes Jahr hier bin. Ich bin ja noch an Buffalo gebunden (Anm.: als Restricted Free Agent ist Vanek nicht frei zu haben), aber die Verhandlungen führt mein
Manager."

APA: Sie sind zweimal knapp am Finaleinzug gescheitert. Da kann es ja im nächsten Jahr nur ein Ziel geben?

Vanek: "Wir wollen im nächsten Jahr den dritten Anlauf nehmen. Wir sind eine Mannschaft mit vielen jungen Spielern, hoffentlich kommen die meisten zurück."

(apa/red)