Schmerzensgeld in Millionenhöhe für Gag: Falscher Polizist ordnete Leibesvisitation an

Ofer erhält 4,32 Mio. Euro vom Gericht zugesprochen Leitende Angestellte in 68 Täter auf Leim gegangen

Ein Gericht in den USA hat einer jungen Frau, die Opfer einer Leibesvisitation auf Veranlassung eines falschen Polizisten war, Schmerzensgeld in Millionenhöhe zugesprochen. Die frühere Angestellte der Fastfood-Kette McDonald's, Louise Ogborn, erhält 6,1 Millionen Dollar (4,32 Mio. Euro). Das Gericht sah es als erwiesen an, dass McDonald's es versäumte, seine Angestellten vor einem Trickbetrüger zu warnen, der fast zehn Jahre lang in Dutzenden von Fastfood-Restaurants in 32 US-Bundesstaaten unter Vorwänden Leibesvisitationen vornehmen ließ, indem er sich als Polizist ausgab.

Als "Officer Scott" wies der Scherzbold demnach eine Vize-Managerin der Filiale Ogborns telefonisch an, die damals 18-Jährige sei zu durchsuchen, weil sie vermutlich eine Geldbörse gestohlen habe. Die Leibesvisitation könne im Büro des Restaurants oder im Gefängnis erfolgen. Ogborn sei daraufhin von der Managerin angewiesen worden sich auszuziehen und habe anschließend fast vier Stunden nackt in dem Büro verbracht, gedemütigt und völlig aufgelöst, wie das Urteil festhielt. Ihre Kleidung und ihre Autoschlüssel wurden ihr abgenommen.

Dem Betrüger gingen leitende Angestellte in mindestens 68 Schnellrestaurants auf den Leim, darunter waren 17 McDonald's-Filialen, wie es weiter hieß. Während Betreiber von McDonald's-Lokalen gewarnt worden seien, seien die Angestellten in Unwissenheit gelassen worden. Auch die Vize-Managerin des Restaurants, in dem Ogborn arbeitete, war nach eigenen Angaben nicht informiert. Sie schloss sich der Klage daher an und bekam 1,1 Millionen Dollar zugesprochen. Allerdings wurde sie auch wegen Freiheitsberaubung verurteilt.

(apa/red)