Schluss mit lustig? Experte spricht in NEWS über Vor- und Nachteile der Kastration

Bei Katzen ist der Eingriff in jedem Fall ratsam Schwächt die Kastration dominantes Verhalten ab?

Schluss mit lustig? Experte spricht in NEWS über Vor- und Nachteile der Kastration

NEWS: Wann ist eine Kastration bei Katzen sinnvoll?

Alois Holzmann: Bei Katzen ist der operative Eingriff in jedem Fall ratsam, denn die Dauerrolligkeit bei weiblichen Katzen erhöht den Stresslevel und führt nicht selten zu Erkrankungen der Geschlechtsorgane. Bei Katern wieder führt das Markierverhalten zur Geruchsbelästigung. Davon abgesehen würde es rasch zu einer unkontrollierten Vermehrung kommen.

NEWS: Reden wir über Hunde – raten Sie hier zur Kastration?

Holzmann: Nur wenn nicht behandelbare Erkrankungen der Geschlechtsorgane vorliegen. Ansonsten sollte man bedenken, dass die Kastration bei Hündinnen, speziell bei großen Rassen, oft zu Inkontinenz führt. Heute gibt es Alternativmethoden wie etwa Implantate, die keine Nebenwirkungen haben. Dabei ist es aber immer wichtig, sich vorab mit dem Tierarzt zu beraten.

NEWS: Welche Nachteile hat eine sogenannte Frühkastration?

Holzmann: Die Kastration vor Erreichen der Geschlechtsreife birgt Risiken wie lebenslange Inkontinenz, Wachstumsstörungen und die Unterentwicklung der äußeren Genitalien, was zu Entzündungen führen könnte. Der Vorteil ist, dass man dadurch bei weiblichen Tieren die Bildung von Tumoren am Gesäuge verhindern kann.

NEWS: Schwächt die Kastration dominantes Verhalten ab?

Holzmann: Es ist ein Irrglaube, dass eine Kastration dominantes oder aggressives Verhalten bei Hunden verlässlich reduziert. In manchen Fällen kann der Eingriff unterstützend wirken, doch konsequente Erziehung kann dadurch nicht ersetzt werden.

Lesen Sie mehr dazu im NEWS 18/09!