Schlinge um Contador zieht sich enger zu:
Verseuchtes Fleisch zieht als Ausrede nicht

WADA lässt Fleischvergiftungs-Argument nicht gelten Praktisch kein Fleisch mit Clenbuterol im Handel

Schlinge um Contador zieht sich enger zu:
Verseuchtes Fleisch zieht als Ausrede nicht © Bild: Reuters/Vera

Der Tour-de-France-Sieger Alberto Contador hat im Kampf um einen Freispruch in seinem Dopingverfahren einen Rückschlag erlitten. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) legte einen Bericht vor, der die Argumentation des spanischen Radprofis widerlegen soll. Contador hatte seinen positiven Dopingbefund mit dem Verzehr von verseuchtem Fleisch erklärt.

Wie die Zeitungen "El País" und "El Periodico de Catalunya" berichteten, wird diese Begründung in dem WADA-Bericht als nicht stichhaltig erachtet. Demnach komme in der Europäischen Union praktisch kein Fleisch in den Handel, das mit dem Kälbermastmittel Clenbuterol verseucht sei.

Contadors Anwälte reagierten prompt auf die Berichte. Man verneine kategorisch die von den beiden Blättern angeführten Vermutungen, hieß es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Der spanische Verband muss innerhalb von drei Monaten eine Entscheidung treffen. Contador drohen eine Sperre von bis zu zwei Jahren und die Aberkennung des diesjährigen Sieges bei der Tour.

(apa/red)