"Schlicht und einfach überfordert": Darabos
in Sachen Eurofighter weiter unter Beschuss

VP-Missethon: "Steckt den Kopf in den Sand" BZÖ-Darmann: "Hat Bevölkerung falsch informiert"

"Schlicht und einfach überfordert": Darabos
in Sachen Eurofighter weiter unter Beschuss

Verteidigungsminister Darabos sieht sich in Sachen Eurofighter mit neuerlicher Kritik seitens der ÖVP, aber auch des BZÖ, konfrontiert. ÖVP-Generalsekretär Missethon bezeichnete den Minister als "schlicht und einfach überfordert", während für den BZÖ- Abgeordnete Darmann die Aussagen von Darabos, er habe den Eurofighter-Vertrag über die Gegengeschäfte nicht gekannt, "völlig unglaubwürdig" sind.

Darabos hat bekräftigt, dass die Gegengeschäfte bei seinen Verhandlungen mit Eurofighter kein Thema gewesen seien, da ihm auch auf konkretes Ersuchen der Gegengeschäftsvertrag nicht zur Verfügung gestellt worden sei. Außerdem sei es "bis heute nicht gelungen, Licht ins Dunkel der Gegengeschäftsabwicklung zu bringen".

Für Missethon reichen diese Aussagen nicht weit genug. Darabos übe sich "offensichtlich in der Vogel-Strauß-Taktik und steckt den Kopf in den Sand. Wenn ich selber meine Märchen glaube, werden es die anderen auch irgendwann tun", scheine die Devise des Ministers zu sein, meinte Missethon. "Ich fordere Darabos auf, endlich zu seiner Verantwortung zu stehen", sagte Missethon.

Der Verteidigungsminister müsse über die Auswirkungen seines "Kuhhandels auf die Gegengeschäfte" Bescheid gewusst haben. Denn die SPÖ habe den Gegengeschäftsvertrag bereits während der Koalitionsverhandlungen ausgehändigt bekommen und Wirtschaftsminister Bartenstein habe mehrmals sowohl öffentlich als auch im Ministerrat "auf die jetzt eingetretenen Folgen einer Stückzahlreduktion hingewiesen".

BZÖ-Mann Darmann meinte: "Ein Gespräch mit seinen Parteikollegen aus dem Eurofighter-Untersuchungsausschuss hätte genügt um zu wissen, dass es bei einer Reduktion des Grundgeschäftes zu einer anteiligen Reduzierung der Gegengeschäfte im Ausmaß von 200 Prozent kommt. Darabos hat während der Verhandlungen monatelang die Bevölkerung wissentlich falsch informiert."

(apa/red)