Schlecker plant die große Imagepolitur:
Drogeriekette plant Millioneninvestitionen

Filialen sollen ein freundlicheres Antlitz erhalten Veränderungen auch an der Unternehmensspitze

Schlecker plant die große Imagepolitur:
Drogeriekette plant Millioneninvestitionen © Bild: APA

Die mit Umsatzeinbußen kämpfende Drogeriemarktkette Schlecker will mit Millioneninvestitionen in ihr Filialnetz die Trendwende schaffen. Der Marktführer werde in den nächsten 18 Monaten insgesamt 230 Mio. Euro in das Filialnetz investieren, berichtete der Branchendienst "lebensmittelzeitung.net" unter Berufung auf die Kinder des Unternehmensgründers, Meike und Lars Schlecker. Bereits im Jahr 2012 rechne Schlecker wieder mit steigenden Umsätzen und Filialzahlen.

Erlöse und Erträge des europäischen Marktführers entwickelten sich "noch nicht zufriedenstellend", zitierte "lebensmittelzeitung.net" Meike Schlecker. Nach Informationen des Branchendienstes werden die Umsätze im laufenden Geschäftsjahr - nicht zuletzt wegen der Schließung von rund 900 Filialen - wahrscheinlich auf unter 6,5 Mrd. Euro schrumpfen. Das operative Geschäft habe nach Angaben aus gut informierten Kreisen in den vergangenen drei Jahren Verluste in Höhe von mindestens 130 Mio. Euro angehäuft, hieß es in dem Bericht weiter.

Abhilfe soll das Restrukturierungsprogramm "Fit for Future" schaffen. Impulse erwartet das Unternehmen durch einen vereinheitlichten Markenauftritt und eine ansprechendere Gestaltung der Filialen. Neue Beleuchtung, breitere Gänge und niedrigere Regale sollen den Verkaufsstellen dem Bericht zufolge ein freundlicheres Antlitz geben. Außerdem solle das Sortiment besser auf die Bedürfnisse der jeweiligen lokalen Kunden ausgerichtet werden. Zudem feile man an der Preispositionierung. "Von Rückzug kann keine Rede sein", zitierte "lebensmittelzeitung.net" die Kinder des Unternehmensgründers.

Schlecker ist zwar derzeit nach der Zahl der Filialen weiterhin die unangefochtene Nummer eins bei den Drogeriemärkten. Doch umsatzmäßig droht ihm der Konkurrent dm den Rang abzulaufen. Die dm-Geschäftsführerin Petra Schäfer erklärte erst vor wenigen Wochen, möglicherweise werde es dm bereits im nächsten Jahr gelingen, Schlecker beim Umsatz zu überholen.

Veränderungen an der Unternehmensspitze
Und auch an der Unternehmensspitze gibt es Veränderungen, denn die Drogeriekette Schlecker leitet den Generationswechsel ein. Firmengründer Anton Schlecker habe seinen Kindern Lars und Meike die Verantwortung für den Außenauftritt des Unternehmens übertragen, sagte ein Sprecher. Er bestätigte damit einen Bericht des "Manager Magazins". Offiziell bleibt der 66-Jährige Anton Schlecker zwar Alleineigentümer. Seine Kinder sind dem Bericht zufolge aber bereits die treibenden Kräfte bei der Neuausrichtung der Drogeriemarktkette.

(apa/red)

Kommentare

melden

Schlecker Die sollten ihre Angestellten besser behandeln, dann würde ich auch dort einkaufen.

melden

Re: Schlecker Bin ich vollkommen Deiner Meinung!..da helfen keine breiteren Gänge und auch keine bessere Beleuchtung, wenn die Angestellten frustriert und grantig ( weil miesest bezahlt und behandelt ) sind.

Seite 1 von 1