Schlechte Zeiten für Auto-Knacker: Heuer deutlich weniger Einbrüche und Diebstähle

Einbruchstatistik 2010 zeigt erfreuliche Entwicklung Anstieg bei Ski-, Metall- und Kulturgut-Diebstählen

Schlechte Zeiten für Auto-Knacker: Heuer deutlich weniger Einbrüche und Diebstähle © Bild: APA/TECHT/FOHRINGER

In der Einbruchsstatistik des Jahres 2010 kündigt sich eine großteils positive Entwicklung an. Bis September gab es laut Bundeskriminalamt in 19 von 30 "Kategorien" zum Teil signifikante Rückgänge. So kam es zu rund 75 Prozent weniger Tresordiebstählen als noch ein Jahr davor. Bei den Pkw- und Kombi-Diebstählen gibt es ein Minus von knapp 52 Prozent.

Nicht zu übersehen sind allerdings auch die zum Teil deutlichen Anstiege. Negative Spitzenreiter sind dabei die Diebstähle von Kulturgütern (von 98 auf 280 Delikte; plus 185,7 Prozent), Metall (von 318 auf 898; plus 182,4 Prozent) sowie Hard- und Software (von 777 auf 1.800; plus 131,7 Prozent).

Auch das Entwenden von Schusswaffen und Munition scheint 2010 wieder Saison zu haben: Die Delikte stiegen von 23 im Jahr 2009 auf 41 (plus 78,3 Prozent). Apropos Saison: Das zahlenmäßig am häufigsten auftretende Vergehen, das einen Anstieg zu verzeichnen hat, ist der Diebstahl von Wintersportgeräten (von 4.901 auf 5.257; plus 7,3 Prozent).

Bei den Rückgängen lagen die Lkw-Diebstähle (586 zu 161) hinter den Tresordiebstählen auf dem zweiten Rang, gefolgt vom Delikt "Diebstahl am Arbeitgeber" mit minus 63,4 Prozent (3.503 zu 1.282). Rang vier belegten die Pkw- und Kombi-Diebstähle mit einem Minus von 51,9 Prozent (3.982 zu 1.915). Bereits auf Platz fünf bei den Rückgängen: Einbrüche in Geldinstitute (minus 45,8 Prozent; 59 zu 32).

Auch bei jenen Vergehen, die die Statistik quantitativ anführen, waren die Zahlen rückläufig. Wurden von Jänner bis September 2009 noch insgesamt 19.195 Fahrräder gestohlen, so waren es im selben Zeitraum 2010 "nur" noch 16.150 (minus 15,9 Prozent). 16.645 Autoeinbrüche wurden in den ersten drei Quartalen 2009 registriert, während es heuer 13.272 waren (minus 20,3 Prozent). Um 41 Prozent sind die Einbrüche in Büro- und Geschäftsräume zurückgegangen - von 11.373 im Jahr 2009 auf 6.715 im Jahr 2010.

(apa/red)