Schlechte Nachricht für alle Morgenmuffel: Am Sonntag beginnt wieder die Sommerzeit

Aufgepasst: Uhr-Zeiger springen eine Stunde vor! PLUS: 40 % der Österreicher kennen den Grund nicht

Schlechte Nachricht für alle Morgenmuffel: Am Sonntag beginnt wieder die Sommerzeit © Bild: APA

Noch gibt es mehr Schnee als Frühlingsgefühle - dennoch wird an diesem Sonntag wieder an der Uhr gedreht, um diese auf Sommerzeit zu stellen. Um 2.00 "springen" die Zeiger auf 3.00 Uhr. Morgenmuffel müssen sich bis zum 26. Oktober gedulden, dann bekommen sie die "gestohlenen" 60 Minuten zurück. Bis dahin werden wir alle beim Heurigen oder im Schanigarten mit einem Extra-Stündchen Abendsonne belohnt.

Eingeführt wurde das Prozedere 1973 in Europa anlässlich der Ölkrise und mit dem Hintergrund, Energie zu sparen. Mit der Zeitverschiebung sollte eine Stunde Tageslicht für Unternehmen und Haushalte gewonnen werden. Frankreich machte damals den Anfang.

Einführung erst 1979
Österreich beschloss die Einführung erst 1979 wegen verwaltungstechnischer Probleme und weil man eine verkehrstechnische Harmonisierung mit der Schweiz und Deutschland wünschte. Diese beiden Länder führten die Sommerzeit auch erst 1980 ein. Allerdings gab es in Österreich bereits im Ersten Weltkrieg schon einmal die Sommerzeit. Im Jahr 1916 galt sie für die Monarchie vom 1. Mai bis 30. September, wurde dann aber wieder eingestellt. Ein zweiter - auf Dauer erfolgloser - Versuch wurde in den Jahren 1940 bis 1948 unternommen.

Wie groß ist der Effekt der Sommerzeit tatsächlich? Laut E-Control hatte die Vorgängerorganisation, der Bundeslastzuteiler, 1980 eine maximale Einsparung von 0,28 Prozent des Jahresverbrauchs berechnet. Dies entsprach beim damaligen Verbrauch 88 Gigawattstunden. Seither hat der Stromhunger um den Faktor 1,8 zugenommen, woraus sich für 2005 eine Einsparung von rund 160 GWh ergibt.

Geht man vom heimischen Mix der Erzeugung aus, bedeuten die eingesparten 160 GWh laut Greenpeace 80.000 Tonnen, und damit ein Tausendstel der rot-weiß-roten CO2-Emissionen. Ein Umstieg auf Energiesparlampen wäre fünfmal so effektiv.

(apa/red)