So gelingt es! von

Schlankbleiben zur Weihnachtszeit

Erprobte Tipps von einer Abnehmerin, die seit 20 Jahren ihr Gewicht hält

Ingrid Amon © Bild: PR Ingrid Amon/Harald Artner

Ingrid Amon darf sich mit Recht Europas Schlank-Expertin Nr. 1 nennen. Die erfolgreiche Stimmtrainerin hat 25 Kilo abgenommen - und hält dieses Gewicht ohne viel Sport oder Kalorienzählen bereits seit 20 Jahren! Dabei isst die Österreicherin, was ihr schmeckt. Auch und besonders zur Weihnachtszeit. Wie ihr das gelingt, erzählt sie in ihrem Bestseller "Mein Essbuch". NEWS.AT hat sie ihre praxiserprobten Schlank-Tipps für eine Weihnachtszeit verraten, in der auch Vanillekipferl & Co. erlaubt sind.

THEMEN:

1. Eine Liste erstellen
Gerade in der Weihnachtszeit ist das Schlemmer-Angebot ganz anders als unter dem Jahr. Welche Naschereien und Speisen mag ich ganz besonders in diesen Tagen? Wovon möchte ich eine ganze Menge von Portionen genießen? Was ist mir von den weihnachtlichen Spezialitäten wirklich ein Genuss? Ideal ist auch eine zweite Aufzählung: Was schmeckt mir eigentlich nicht wirklich gut? (die viel zu trockenen Kekse von Tante Adelheid, die matschigen Knödel vom familiären Traditionsgasthaus, ....) Was habe ich, wenn ich ehrlich mit mir bin, bisher ohnedies nur gegessen, weil es halt da ist und weil Weihnachten ist?

"Die Liste schafft Klarheit und Bewusstsein, lenkt die Aufmerksamkeit auf die Esswaren, die Sie wirklich möchten. Das 'Abarbeiten' dieser Liste macht Freude und befriedigt", erzählt Amon.

2. "Anstatt – Mahlzeiten" zulassen
Geben Sie sich frei. Advent, Weihnachten und Silvester DÜRFEN und SOLLEN "andere" Zeiten sein. Lassen Sie die normalen Mahlzeiten weg und ersetzen Sie diese durch die Leckereien. Wenn Sie auf Maroni und Punsch stehen, dann ist das eine vollständige Abendmahlzeit. Wenn Sie Vanillekipferln mögen, dann ist ein Teller voll ein Mittagessen. Dasselbe gilt für heiße Schokolade mit Schlagsahne, Früchtebrot, je nachdem, wonach Ihnen ist.

"Das macht Sie zuverlässiger zufrieden, als ein übliches Dreigang-Menü, dem sie dann mit Schuldgefühlen drei/vier/fünf Vanillekipferln zusätzlich folgen lassen. Essen Sie so viele Kekse wie Sie mögen, aber eben als Hauptmahlzeit!"

3. Eine Handvoll Ausgleich
Damit die Gesamtversorgung gut, gesund, und stabil bleibt, schaden zwischendurch "Basenbomben" keineswegs. Konsequent vormittags und nachmittags je eine Handvoll Obst oder Gemüse. Eine Banane im Büro, zwei Karotten nachmittags dämpfen den Hunger und sorgen für Vitamine.

"Äpfel und Co. sind auch prima als Überbrückung, wenn Sie vorhaben, eine Mahlzeit ausfallen zu lassen, weil Sie abends schlemmen gehen", so Amon.

4. Was will ich selber?
Schon beim Einkaufen, planen, kochen, braten, zubereiten, backen: Achten Sie drauf, dass Ihre Lieblingssachen dabei sind. Oft vergessen wir aus Tradition zu überprüfen, ob und der Karpfen zu Weihnachten wirklich noch schmeckt, oder ob eigentlich alle schon drauf warten, dass eine neue Tradition entsteht. Keine Kekssorten backen, die seit Jahren ohnedies keiner mehr mag!

"Reden Sie mit Ihren Familienmitgliedern/Gästen. Wer würde sich was wirklich am Gaumen wünschen?? Und dann entwerfen Sie heuer einen besonders kreativen Menüplan. So fühlen sich alle mehr wertgeschätzt – unter Garantie!"

5. Die simplen Schritte
Schmuggeln Sie ab dem 1. Adventwochenende unauffällig eine Spur mehr Bewegung in Ihren Alltag. Keine Rolltreppen, keine Lifte benützen, gute Schuhe beim Weihnachtshopping tragen, zwischendurch mit den Einkäufen ins Auto zum Abladen gehen, viel Treppen steigen, zwischendurch kleine Wege zu Fuß erledigen, parken Sie weit entfernt vom Shop-Eingang. Seien Sie kreativ. Bücken Sie sich oft. Gehen Sie gelegentlich schneller als gewöhnlich.....An den hohen Feiertagen 10 Minuten mindestens allein oder mit Familie hinaus ins Freie!

"Mehr Schritte von nun an bis Dreikönig summieren sich. Zwei, drei Völlereien sind damit locker ausgeglichen!"

Ingrid Amon
© PR Ingrid Amon/webnfoto.com

6. Auf Qualität achten und anspruchsvoll sein
Wenn schon, denn schon. Weigern Sie sich, JEDES Punschgebräu zu trinken. Lassen Sie Kekse, die in ihrem Mund mehlig, wenig süß etc. schmecken, selbstbewusst liegen, von schlecht gelungenen Menüs maximal den Anstandsbissen essen, nicht auf jedem Adventmarkt schmeckt die Sauce von den Ofenkartoffeln gut – lassen Sie sie übrig.

"Sehen Sie zu, dass Sie heuer wirklich nur Kekse vom Feinsten, Braten und Fisch vom Zartesten, Bratäpfel ohne künstliche Aromen, Punsch und Sekt von bester Qualität zu sich nehmen!! Gute Dinge erfreuen den Gaumen mehr. Meist braucht man davon nur soviel, bis man sich zufrieden fühlt!", weiß Amon.

7. Vorher noch was "runterräumen"
Werfen Sie einen Blick in Ihren Terminkalender. Vielleicht gibt es doch noch vor der großen Feierzeit, 2 -3 Tage, in denen nicht soviel los ist. Legen Sie genau dahin noch Entschlackungszeiten (Minuszeiten). Kartoffelgerichte, viel Obst, viel Trinken – und einfach mal eine Mahlzeit knapp halten oder ausfallen lassen.

"Trick 7 gibt Ihnen das gute Gefühl, auch in nasch- und stresstechnisch hektischen Zeiten für sich vorzubeugen."

8. Der Serviettentrick
Bewusst Essen ist ein Schlüssel zum Maßhalten. Jede Mahlzeit, jeden Imbiss in der vorweihnachtlichen Zeit auch wirklich bewusst wahrnehmen. Kekse direkt aus der Dose sind tabu. Nehmen Sie ausnahmslos für jeden Keks, für jeden Bissen, für jede Dattel, für jeden Lebkuchen eine Serviette. Führen Sie gerne sogar ein kleines Päckchen Servietten in der Handtasche mit! Zur Not tut es auch ein weihnachtliches Taschentuch!

"Die Serviette signalisiert dem Körper: Jetzt gibt es etwas Gutes. Was gibt es Schöneres als diesen Genuss!"

9. Seien Sie großzügig mit sich selbst
Versuchen Sie erst gar nicht, Ihr Gewicht auf Biegen und Brechen zu Weihnachten auf der allerniedrigten Stufe zu halten. Wir schwanken im Winter allesamt eher zur oberen Grenze. Zwei Kilo mehr als im Juli müssen drin sein, ohne dass Sie an Ihrem Selbstwert zweifeln. Sorgen Sie eher dafür, dass Ihre Festtagskleidung perfekt, aber jetzt schon ganz locker sitzt – und sie nicht nach jedem Festmenü mit kneifendem Bund leiden und sich schlecht fühlen.

"Stress vermeiden: Bereiten Sie eher eine tolle, außergewöhnliche Weihnachtsfrisur und ein fließendes Silvesterdress vor, mit dem Sie auch mit zwei Kilo mehr toll aussehen – sonst hat die Psyche zusätzlichen Stress mit dem Gewand."

10. Feiertage sind mehr als Essen und Trinken
Auch Geist und Seele möchten genährt werden zu den Feiertagen. Nähren Sie Ihre Seele, indem Sie aufmerksam zuhören, versuchen Sie, gute Gespräche und Begegnungen zu haben. Schöne Musik, gute und unterhaltsame Filme, gute Bücher und Zeitschriften, feine Düfte, Kerzenschein, ein bisschen Dekoration in Ihre Umgebung bringen.

"Vanillekipferln und Festtagsbraten sind kein Ersatz für menschliche Nähe und Begegnungen." Wie Recht Ingrid Amon doch hat!

Ingrid Amon
© PR Ingrid Amon

Mehr Spannendes und Praktisches zum Thema finden Sie in "Mein Essbuch. Vom Abnehmen und Schlankbleiben" von Ingrid Amon, erschienen bei Nymphenburger, 20,60 €

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