Schlag gegen Suchtgiftkriminalität: Wiener Polizei zieht 2 Großdealer aus dem Verkehr

15 Kilogramm Heroin und Kokain sichergestellt Verdächtige freuen sich, im Gefängnis zu sein

Schlag gegen Suchtgiftkriminalität: Wiener Polizei zieht 2 Großdealer aus dem Verkehr

Einen beachtlichen Schlag gegen die Suchtgiftkriminalität hat die durchgeführt und nicht nur 15 Kilogramm Heroin und Kokain sichergestellt, sondern auch zwei Großdealer aus dem Verkehr gezogen. Diese hatten alle zwei Wochen ca. diese Menge in der Bundeshauptstadt unter die Süchtigen gebracht, erzählte Oberstleutnant Rabensteiner der APA.

Bereits seit Mitte des Vorjahres laufen die Ermittlungen gegen eine Nigerianische Organisation - Anfang April bekam man den Hinweis, dass eine größere Lieferung versteckt in einem Reifen in Wien ankommen sollte. Empfänger war ein 41-jähriger Meidlinger, der ebenso wie sein um ein Jahr älterer Freund aus Nigeria stammt und durch Heirat Österreicher geworden ist.

Dem 41-Jährigen wurde schließlich sein fehlendes Umweltbewusstsein zum Verhängnis: Am 12. April schleppte er den Reifen durch die Wolfganggasse und entsorgte das gute Stück kurzerhand im nächsten Gebüsch in der Fockygasse. Die Verdächtigen wurden nun observiert und kurzerhand die beiden Wohnungen gestürmt. Allerdings fand man zunächst kein Suchtgift. Das hatten die Verdächtigen in einem abgedeckten Einkaufswagen im Innenhof deponiert. Neben den beiden Männern wanderte auch die 58-jährige Ehefrau des 41-Jährigen hinter Gitter, da sie offenbar von dem schwungvollen Drogenhandel gewusst und mitgemacht hatte.

Das Trio gibt zu, was ihnen bereits nachzuweisen ist: Die bei der jüngsten Lieferung sichergestellten elf Kilogramm Heroin und die 4,3 Kilogramm Kokain mit einem Straßenverkaufswert zwischen 1,5 und zwei Millionen Euro. Bereits unters Volks gebracht sind 15 Kilogramm, die am 1. April in Wien ankamen, sowie 45 bis 50 Kilogramm von einer Lieferung Mitte März. Die beiden Männer sollen laut Rabensteiner bereits seit sieben Jahren derart aktiv sein.

Und noch eine Skurrilität: Die drei Verdächtigen freuen sich regelrecht, in Haft zu sein. Sie sind nämlich auf die gefährliche Idee gekommen, ihren Lieferanten ein Märchen aufzutischen, wonach die letzte Lieferung über 15 Kilogramm von der Polizei beschlagnahmt wurde. Die Drogen wollten sie später auf eigene Rechnung verkaufen. Dies passte den Gefoppten aber gar nicht - und sie drohten kurzerhand mit Mord. Nun ist das Trio Dank der Justiz im Landesgericht in Sicherheit....

(apa/red)