Erholsamer Schlaf von

Die besten Schlafpositionen

Sind Sie Rücken-, Seiten- oder Bauchschläfer? Wie sich die Lage auf Ihren Körper auswirkt.

Schlafpositionen © Bild: Thinkstock

An manchen Tagen wachen wir auf und fühlen uns fit und ausgeschlafen, an anderen wie überfahren. Wie wir uns am Morgen fühlen, hat meist mit der Liegeposition der Nacht zu tun. Doch welche Positionen sind gut und welche nicht? Die fünf üblichsten Liegepositionen und ihre Auswirkungen auf den Körper.

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Seitenlage

Die meisten Menschen sind Seitenschläfer, und das ist gut so. Denn Experten gehen davon aus, dass dies die zweitbeste Schlafposition ist. Kein Teil des Körpers wird dabei überbeansprucht und besonders Menschen mit Gelenkschmerzen empfinden die Seitenlage als bequem. Meistens werden die Beine in dieser Schlafposition leicht angewinkelt und ein oder beide Knie leicht zur Brust gezogen. Das tut vor allem Menschen mit Rückenproblemen gut, weil dabei die Rückenmuskeln gestretcht werden.

Auch bei Magenproblemen hilft diese Schlaflage: Prof. Jim Horne vom Sleep Research Centre an der Loughborough University erklärte der Zeitung "Daily Mail": "Das Schlafen auf der linken Seite begünstigt den Rückfluss der Säure aus der Speiseröhre, was ein erholsameres Schlafen ermöglicht."

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Richtige Matratze und Polster: Für Seitenschläfer, besonders für Personen mit breiten Schultern, ist eine weder zu harte noch zu weiche Matratze empfehlen. Die Wirbelsäule sollte in der Seitenlage eine möglichst gerade Linie bilden. Ist die Matratze zu hart wird sie geknickt , ist sie zu weich hängt diese durch - in beiden Fällen kann es zu Rückenschmerzen kommen. Auch der Polster ist wichtig: Er sollte die freiliegende Stelle zwischen Schulter, Hals und Matratze unbedingt ausfüllen. Wählen Sie am besten mittlere (schmale Schultern) bis hohe (breite Schultern) Kissen oder spezielle Nackenstützkissen.

Tipps:

  • Wenn Sie unter Nackenschmerzen leiden, achten Sie besonders darauf, in der Seitenlage nicht auf Ihrem Arm bzw. Ihrer Schulter zu schlafen. Der Arm auf der Seite, auf der Sie liegen, sollte sich unterhalb der Schulter befinden.
  • Wenn Sie Faltenbildung so gut es geht vermeiden möchten, sollten Sie versuchen, in Rückenlage zu schlafen. Dadurch dass das Gesicht beim Liegen auf der Seite in den Polster gedrückt wird, wird die Lachfalte auf der Seite verstärkt. Da helfen dann nur noch weiche Seidenkissen, die die Faltenbildung reduzieren können.

Rückenlage mit Armen seitlich

Die Rückenlage ist unumstritten die beste Liegeposition von allen. Wenn Sie Ihren Kopf, Nacken und die Wirbelsäule in einer neutralen Position halten, werden, werden diese Körperteile entlastet. Auf dem Rücken zu schlafen, ist auch gut für Ihr Aussehen: Das Gesicht liegt nicht auf dem Polster auf und Falten werden nicht begünstigt. Der Schmutz und Öle auf dem Bezug können zudem Gesichtsunreinheiten verursachen, was Sie verhindern können, wenn Sie die Rückenlage wählen. Schade: Nur etwa ein Fünftel aller Menschen sind Rückenschläfer.

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Richtige Matratze und Polster: Ideal sind flache Polster oder Nackenstützkissen. Je stärker die Nackentiefe, desto stärker darf auch die Wulst bzw. die Unterstützung im Nacken sein. Der Kopf sollte gestützt werden, aber dabei nicht allzu sehr gekippt werden. Ist der Winkel zu groß, kann man davon Nackenschmerzen bekommen. Matratze: Richtig sind solche mit variablem Härtegrad und einer nicht zu festen, punktelastischen Oberfläche.

Tipp:

  • Der Nachteil dieser Liegeposition ist, dass Schnarchen begünstigt wird. Für Menschen mit Schlafstörungen ist sie auch nicht geeignet.

Rückenlage mit erhobenen Armen

Diese Schlafposition wird auch "Seestern-Position genannt und hat die gleichen Vorteile wie die Rückenlage mit seitlich positionierten Armen. Der Nachteil: Wenn Sie die Arme dabei nach oben strecken, wird Schnarchen noch mehr begünstigt. Außerdem kann die Position der Arme, je nachdem wie lange diese in dieser Position verharren, zu Schulterschmerzen am Morgen führen.

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Eingerollt

Manche Menschen liegen gerne auf der Seite, ziehen aber ihre Beine aber ganz nah an ihre Brust. Die sogenannte "Fötusposition" kann anfangs recht komfortabel sein, führt aber zu Nackenschmerzen und erschwert auch das nächtliche Atmen. Für den Rücken ist das Stretching möglicherweise zu viel des Guten und das fühlt man dann auch am Morgen.

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Richtige Matratze und Polster: siehe Seitenlage

Tipp:

  • Wenn Sie Ihren Rücken gerne stretchen, sollten Sie vor dem Schlafengehen Übungen machen.

Bauchlage

Diese Position ist die unüblichste und gleichzeitig auch die schlechteste Position. Für die Lockerung des Schnarchens ist sie zwar gut, allerdings lastet ein hoher Druck auf Gelenke und Muskeln, es kann mitunter sogar zu Schmerzen, Taubheitsgefühl und Kribbeln in Armen und Beinen kommen.

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Richtige Matratze und Polster: Bauchschläfer schlafen am liebsten ganz flach, viele kommen ohne Polster aus. Unbedingt eine feste Schlafunterlage wählen. Um den Kopf zu entlasten sollten Bauchschläfer verformbare Naturhaar- oder Daunenpolster verwenden und das Füllmaterial reduzieren.

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