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Kritik an der Ski-WM in Schladming

Teures Skivergnügen: Rechnungshof bestätigt News-Bericht

Schröcksnadel, Voves, Winter, Schützenhöfer © Bild: GEPA pictures/ Hans Oberlaender

Bereits im März berichtete News über diverse Ungereimtheiten bei der Ski-WM 2013 in Schladming. Jetzt bestätigt ein Rechnungshof-Bericht erneut die Recherchen von News: Die WM hat die Steuerzahler nicht nur eine Lawine gekostet, die beteiligten Verantwortlichen - insbesondere das Land Steiermark - hatten keinen Überblick über die investierten Mittel.

Der Rechnungshof legt heute dem Nationalrat im Rahmen der Berichtsbeiträge unter anderem auch eine Prüfung der Investionen zur Ski-WM 2013 in Schladming vor. Die wichtigsten Aussagen bestätigen den News-Bericht vom März und lauten wie folgt:

  • Keiner der Beteiligten an der Vorbereitung und Durchführung der 42. FIS Alpinen Ski Weltmeisterschaft in Schladming 2013 – insbesondere das Land Steiermark, als der mit 152,85 Mio. EUR bedeutendste Finanzmittelgeber – hatte einen Gesamtüberblick über die dafür investierten Mittel von insgesamt 415,78 Mio. EUR, davon 247,75 Mio. EUR von der öffentlichen Hand.
  • Das Land Steiermark und das BMLVS richteten kein angemessenes Projektmanagement für die Ausrichtung der Alpinen Ski Weltmeisterschaft (Ski WM 2013) ein. Sieben Gremien zur Organisation und Koordination agierten in vielen Bereichen unabhängig voneinander, der Gesamtüberblick und die Gesamtkoordination fehlten.
  • Das Land Steiermark und das BMLVS beschlossen ihre Förderungen betreffend die unmittelbar für die Ausrichtung der Ski WM 2013 notwendige Infrastruktur auf Basis der mangelhaft dokumentierten Beurteilung der WM–Relevanz durch den ÖSV–Bauausschuss . Weder waren diese Förderungsentscheidungen nachvollziehbar noch lag ihnen eine vollständige Überprüfung der Notwendigkeit, der Zweckmäßigkeit und der Wirtschaftlichkeit zugrunde.
  • Das Land Steiermark und das BMLVS förderten auch Projekte, obwohl sie nicht Bestandteil der Bewerbung für die Ski WM 2013 waren , oder Projekte, für die der Veranstalter – der österreichische Skiverband – ein Entgelt vom Internationalen Skiverband erhielt.
  • Hinsichtlich der nachhaltigen touristischen Wirkung der in die Ski WM 2013 investierten öffentlichen Finanzmittel ließ sich noch kein eindeutiger Trend erkennen.
  • Die Planai–Hochwurzen–Bahnen Gesellschaft m.b.H. wickelte die Bauvorhaben Talstation und Servicedeck für das „Zielstadion“ – das sportliche Zentrum der Ski WM 2013 – angesichts der Bauvolumina in der zur Verfügung stehenden Zeit rechtzeitig für die Vorbereitungen zur Ski WM 2013 ab. Die Wahrnehmung ihrer Bauherrnaufgaben zeigte in den Bereichen Projektorganisation, Maßnahmen zum Anti–Claimmanagement und zur Korruptionsprävention, Kostenplanung sowie Vergabe und Abrechnung der Leistungen Mängel .

Den ursprünglichen Bericht von News können Sie hier als PDF nachlesen.

Kommentare

Na und?
So wie alle Rechnungshofberichte in den Jahren vorher: Dieser Bericht landet in wenigen Tagen in einer runden Ablage, Rot + Schwarz machen weiter wie bisher. Hat sich jemals etwas nach so einem Bericht geändert?

Ahh, da fällt mir gerade ein - sind ja Wahlen in der Steiermark. Da brauchen wir einen Aufhänger, nicht war, liebes News-Team?

Im Herbst finden wir dann etwas über den Michi.

Millionen um nicht zu sagen Milliarden werden von unseren Regierenden (auf Landes-und auf Bundesebene) verschwendet. Da finde ich das Skygate ja noch als ein Schnäppchen, Ich habe mir das Nightrace-Spektakel angesehen - inkl. leuchtendem Skygate - und ich muss sagen, meine paar Steuereuro können sie dafür ausgeben.
Da bin ich bei der Parteienfinanzierung schon anderer Meinung.

und wer trägt diesmal die verantwortung?? wahrscheinlich wieder der haider oder die blauen. hääääää? so einen schmarren kann es nur bei rot/schwarz geben und da braucht keiner dumm daherreden, auch news muss farbe bekennen, der steuerzahler wird unter der laufenden regierung permanent zum handkuss gebeten und muss die steuermilliarden die immer wieder hinausgeschmissen werden reinbringen. wie wäre es wenn es einmal dort eingespart wird wo es uns nichts bringt die kohle hinein zu stecken??? spart doch einmal bei den fremden und schaut auf die eigenen leute mal, ich hoffe der österreicher ist doch nicht so dumm wie angenommen und wird bei den wahlen endlich mal denken, oder ist es zu spät für unsere wahllemminge ................

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