Schladming 2013 von

Unauffällig, aber gut

Die Ski-WM statistisch betrachtet. Der ÖSV war schon viel schlechter - und viel besser.

Die Medaillen der alpinen Ski-WM in Schladming © Bild: GEPA pictures/Kelemen

Die Ski-Weltmeisterschaft 2013 in Schladming ist vorbei. Zuerst wurde gejammert, dann wurde gejubelt. Aber wie ist das Abschneiden des ÖSV einzuordnen? Das gesetzte Medaillen-Ziel sei zwar erreicht, aber „wir sind natürlich nicht glücklich mit den Speed-Bewerben“, erklärte Hans Pum vor dem ersten Slalom-Durchgang gegenüber NEWS.AT. Zufrieden zeigte sich der ÖSV-Sportdirektor aber damit, dass man „trotz Kritik und Querschüssen“ eine starke zweite WM-Woche geliefert habe.

Großen Respekt bekundete Pum vor den USA. „Die Leistung muss man schätzen. Das ist auch die beste Werbung für die WM 2015 in Vail und Beaver Creek“, erklärte er. „Wir sind doch ein Tourismus- und Wintersportland – und da muss man auch Werbung machen“, erklärte Pum schmunzelnd und zeigte sich begeistert von Organisation und Fans in Schladming.

Aber wo ordnet sich das Heim-Event in der WM-Statistik der Österreicher ein? Unauffällig, aber gut. Seit der ersten Weltmeisterschaft 1931 hat Österreich im Schnitt etwa sieben Medaillen geholt, zwei davon in Gold. Diesmal waren’s acht Medaillen und die statistisch durchschnittlichen zwei Weltmeistertitel.

Früher war es besser
In der jüngeren Vergangenheit fällt die eben zu Ende gegangen WM aber ab – nur 2009 war schwächer. Damals gab’s in Val d’Isere zwar auch zwei WM-Titel, aber insgesamt nur fünf Medaillen. 2011 wurden in Garmisch ebenso viele Medaillen geholt wie jetzt in Schladming, dafür aber doppelt so viele WM-Titel. Aber die WMs davor durchwegs besser: Von Vail 1999 bis Are 2007 wurden bei fünf Weltmeisterschaften insgesamt 53 Medaillen und 17 Weltmeistertitel geholt. Im Schnitt also deutlich mehr als bei der WM 2013.

Mit dem aktuellen Abschneiden ist man von positiven wie negativen Rekorden deutlich entfernt. 1937 gab es nur eine einzige Silbermedaille. Insgesamt wurde bei fünf Weltmeisterschaften kein Titel geholt, zuletzt passierte das 1987 in Crans-Montana. Die beste WM aus ÖSV-Sicht fand 1962 in Chamonix statt, als unglaubliche 15 von 24 möglichen Medaillen und sechs von acht Titeln geholt wurden. Nur in der Damen-Kombi und dem Herren-Slalom hatten die Österreicher damals das Nachsehen.

Geheimnisvoller Schröcksnadel
Etwas verwunderlich war übrigens eine Aussage von ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel bei der Schlusspressekonferenz der FIS. Auf die Frage nach einem finanziellen Gewinn des ÖSV bei der Heim-WM erklärte Schröcksnadel, dass man sich darauf wohl nicht ernsthaft eine Antwort erwarten werde. Angesichts von Investitionen in Höhe von rund 200 Mio. Euro aus der öffentlichen Hand, hätte die Öffentlichkeit aber vermutlich ein Recht, hier eine Information zu bekommen.

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Etwas verwunderlich war übrigens eine Aussage.
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