Schladming 2013 von

Schild entscheidet selbst

"Es geht ihr soweit gut" - PLUS: Mandl und Berthold ziehen WM-Zwischenbilanz

Herbert Mandl während der WM 2013 in Schladming © Bild: GEPA pictures/Kneisl

Die erste Woche der Heim-WM in Schladming ist vorbei, die Bilanz ernüchternd. Bronze in der Superkombination dank Nicole Hosp, eine bittere Nullnummer in Abfahrt und Super-G. Aber jetzt kommen die Techniker – und damit Österreichs heißeste Medaillenhoffnungen. Vielleicht sogar mit Slalomgöttin Marlies Schild. „Sie ist beim Trainieren, es geht ihr soweit gut“, sagt Damen-Cheftrainer Mandl. Wer die Entscheidung über ihren Antritt trifft, ist auch schon klar. „Vorwiegend sie“, verrät Mandl im Team-Hotel des ÖSV in Pichl.

Fallen werde die Entscheidung aber erst knapp vor Nennschluss. Schild müsse sagen, „ob sie sich in der Lage sieht auch gut mitzufahren“, so Mandl weiter. Die heimischen Ski-Fans dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf ein Blitz-Comeback der Slalom-Spezialistin machen.

Ernsthafte Auswirkungen sollte die schwache erste WM-Woche auf das ÖSV-Team keine haben. Bei dieser Einschätzung herrscht Einigkeit zwischen Mandl und Herren-Cheftrainer Mathias Berthold. „Unser Druck wächst nicht, wir lesen keine Zeitungen. Der Druck war vorher da und ist jetzt da“, gibt sich etwa Berthold entspannt. „Die, die jetzt kommen, möchten vorne reinfahren. Ihnen ist relativ egal, ob in den Bewerben davor etwas gut gegangen ist oder nicht“, so Berthold über seine Techniker.

Neue Damen, neuer Schwung
Damen-Boss Mandl sieht das ganz ähnlich. Natürlich sei man nicht zufrieden. Einerseits sei der Super-G angesichts der Verschiebungen „kein gutes Rennen“ gewesen, andererseits sei in der Abfahrt etwas passiert, für das man „keine Erklärung“ habe. Nämlich warum im Mittelteil alle inklusive der ÖSV-Damen dermaßen viel Zeit verloren haben. Aber auch Mandl baut auf seine Technikerinnen: „Es kommen neue Damen und damit neuer Schwung in die Truppe. Ich denke, dass wir die zweite Woche durchaus besser absolvieren können.“

Großartig Neues müsse man sich laut Mandl jedenfalls nicht überlegen. „Umzustellen ist ja nichts. Absolut nichts. Ich bin nach wie vor überzeugt und unsere Truppe war im Abfahrtstraining und in der Kombination schnell unterwegs. Sie sind ja im Prinzip gut Ski gefahren“, gibt der Niederösterreicher zu bedenken.

Neues Personal ohne Sorgen
Auf das neue Personal sollte das schwache Abschneiden der ersten WM-Woche laut Mandl auch nicht abfärben. „Die konzentrieren sich auf sich. Jeder will selbst eine Medaille machen. Ich glaube, es geht Ihnen nicht so nahe, dass die Gesamtsituation nicht so gut ist“, erklärt Mandl. Dass die Stimmung im Team trotzdem gut und wichtig ist, weiß Herren-Boss Berthold: „Skisport ist ein Einzelsport, der allerdings im Team betrieben wird. Das ist extrem wichtig, weil man sich in der Mannschaft wohlfühlen muss. Wir verbringen ja mehr Zeit innerhalb des Teams als mit unseren Familien.“ Die ÖSV-Familie scheint auf alle Fälle gut gerüstet für die zweite WM-Woche.

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