Schinkels nach Niederlage ratlos: Veilchen tragen nach 0:1 in Mattersburg Trauerflor

Austrianer als Trainingsweltmeister, der nicht umsetzt "Waren nicht in der Lage, torgefährlich zu werden"

Bei Austria Magna herrscht eine Woche nach dem umjubelten ersten Saisonsieg wieder Tristesse. Nach einer 0:1- Niederlage in Mattersburg liegen die Violetten nur dank der besseren Tordifferenz vor Schlusslicht SV Ried. Trainer Frenkie Schinkels wirkte nach der Niederlage ratlos. Austria-Manager Markus Kraetschmer sprach sich jedoch gegen "Schnellschüsse" in der Frage einer Ablöse Schinkels aus.

"Wir waren nicht in der Lage, torgefährlich zu werden. Die untere Tabellenregion ist für meine Spieler Neuland. Im Training sehe ich Kombinationen, die man in der Champions League nicht sieht, kaum pfeift der Schiedsrichter an, ist das Selbstvertrauen weg", war Schinkels frustriert. "Uns fehlt die spielerische Linie auf dem Platz."

Wie jene spielerische Linie vor dem Rückspiel gegen Legia Warschau in der ersten UEFA-Cup-Hauptrunde gefunden werden kann, bleibt abzuwarten. Sportdirektor Peter Stöger richtete jedenfalls einen Appell an die Spieler und forderte mehr Engagement.

Auch Austria-Manager Markus Kraetschmer lag das 0:1 in Mattersburg einen Tag nach dem Spiel noch schwer im Magen. Eine Trennung von Schinkels noch vor dem UEFA-Cup-Rückspiel gegen Legia Warschau stehe jedoch nicht im Raum, betonte der Manager. "Wenn man etwas ändern will, dann muss man auch die bessere Alternative bieten. Aus den bisherigen Gesprächen ist aber herausgekommen, dass das Team zusammenhält - jetzt sind alle gemeinsam gefordert", ortete Kraetschmer weiterhin den Willen des Teams, an einem Strang zu ziehen.

Trotzdem bestätigte er "längere Gespräche" mit dem sportlichen Leiter Peter Stöger nach der "nicht unverdienten" Niederlage. "Wir haben uns darauf geeinigt, einmal die Nacht darüber zu schlafen und uns dann noch einmal zusammenzusetzen."

(apa)