Schinkels muss um Job zittern: Austria nach
0:1 in Mattersburg weiter im Tabellenkeller

Traumtor von Atan entscheidet schwaches Spiel Wiener nur dank besserer Tordifferenz nicht Letzter

Der SV Mattersburg hat im letzten Spiel der 10. Bundesliga-Runde einen verdienten 1:0-Heimerfolg über Double-Gewinner FK Austria Magna gefeiert und ist damit auf den zweiten Tabellenplatz vorgestoßen. Ein Traumtor von Cem Atan (59.) entschied die schwache Partie zu Gunsten der Burgenländer, die den ersten Sieg gegen die Wiener seit Dezember 2004 errangen. Titelverteidiger Austria wartet weiter auf den ersten Auswärtssieg (bisher nur ein Zähler und ein Tor) und blieb Vorletzter.

11.300 Zuschauer im Mattersburger Pappel-Stadion wurden Zeugen einer auf mäßigem Niveau stehenden ersten Spielhälfte. Strafraumszenen und Torchancen blieben Mangelware, beide Teams waren in erster Linie darum bemüht, in der Defensive keine Fehler zu machen. Insgesamt 38 Fouls vor der Pause, die meisten davon im Mittelfeld, sprechen eine deutliche Sprache, beim Schlusspfiff waren es sogar 70, ihre Verteilung: 33:37, das könnte zumindest Saisonrekord werden.

In der 25. Minute ging erstmals ein Raunen durch die Ränge, als Austria-Stürmer Pichlmann nach Vorarbeit von Kapitän Blanchard mit einem aufs Kreuzeck angetragenen Schuss an Mattersburg-Goalie Borenitsch scheiterte. Die Burgenländer, die den Violetten in den vergangenen sechs Pflichtspielen immer unterlegen waren und erst den dritten Sieg im 14. Liga-Duell mit der Austria feierten, tauchten nur einmal gefährlich vor Gäste-Keeper Safar auf, Holenak (42.) verfehlte das Tor nach einem Gestocher im Strafraum aber knapp.

Nach der Pause übernahmen die Gastgeber, so wie beim 1:3 in Wien ohne ihren Kapitän Didi Kühbauer, das Kommando. SVM-Stürmer Thomas Wagner (47.) traf aus aussichtsreicher Position aber nur das Außennetz. Auch eine Doppel-Chance für Holenak (50.), der einen Weitschuss knapp verzog und mit einem weiteren an Safar scheiterte, blieb noch ungenützt. Cem Atan blieb es schließlich vorbehalten, mit einem Traumtor in der 59. Minute für die verdiente Führung der Hausherren zu sorgen. Der 21-jährige Mittelfeldspieler nahm sich an der Strafraumgrenze ein Herz und schlenzte den Ball überlegt ins rechte Kreuzeck.

Die Wiener konnten in der Schlussphase nicht mehr entscheidend zusetzen. Blanchard (77.), der an Borenitsch scheiterte, und Wallner (84.) mit einem Freistoß sorgten noch für die gefährlichsten Aktionen des amtierenden Meisters, der nur dank der besseren Tordifferenz (minus drei gegen minus fünf) vor Schlusslicht SV Ried (beide jeweils nur ein Sieg bei fünf Remis und vier Niederlagen) zu finden ist.

(apa/red)