Schießerei in Wiener Sikh-Gebetshaus:
Ein Prediger kam bei Attentat ums Leben

24. Mai: Sechs Hauptverdächtige nach Tat verhaftet Weiterer indischer Guru wurde schwer verletzt

Schießerei in Wiener Sikh-Gebetshaus:
Ein Prediger kam bei Attentat ums Leben © Bild: Reuters/Bader

Bei einer Schießerei in einer Sikh-Gebetshaus in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus wurde der Prediger Sant Rama Anand getötet, ein weiterer Guru wurde schwer verletzt. Während der Predigt waren einige Männer plötzlich aufgestanden und mit dolchartigen Messern sowie einer Pistole auf die beiden indischen Gast-Prediger losgegangen. Die sechs Hauptverdächtigen wurden unmittelbar nach der Tat festgenommen.

Einige Menschen im Hauptgebetsraum griffen nun selbst in Notwehr die Attentäter an, während der Großteil der bis zu 350 Menschen in Panik ins Freie strömte.

Sikh-Angehörige gut integriert
"Solche Vorfälle schaden leider allen", befürchtete die Vertreterin der indischen Community. "Ich hoffe, dass jetzt nicht alle in einen Topf geworfen werden." Grundsätzlich seien Sikh-Angehörige und andersgläubige Inder in Österreich gut integriert. "Die, die da geschossen haben, waren Hardcore-Gläubige, die können sich äußerlich nicht in der Masse verstecken - mit Turban und langem Bart", so die Frau. "Es wundert mich halt, dass es da nicht mehr Kontrollen gibt." Die Männer hätten in Wien auffallen, bei einer Einreise aus Indien hätte man die Waffen entdecken müssen.

Die Gemeinschaft der Sikh in Österreich hat den Opfern des Attentats auf ihre Anteilnahme ausgesprochen und die Angriffe auf zwei indische Prediger scharf kritisiert. Man sei tief erschüttert über die Gewalttat, heißt es in der Mitteilung, die von den beiden nicht betroffenen Gebethäusern in Meidling und in der Donaustadt unterzeichnet wurde.

(apa/red)