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Schelling stimmt für Österreich
über EU-Agenturen ab

Am Montag bei Allgemeinem Rat in Brüssel - Wien hat sich für Bankenaufsicht und Arzneimittelbehörde beworben

Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) wird Österreich am Montag beim Treffen der EU-Außen- und Europaminister vertreten. Der Finanzminister stimmt somit anstelle von Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) für Österreich über die Sitzverlegung der EU-Arzneimittelagentur (EMA) und der EU-Bankenaufsicht (EBA) aus London im Zuge des Brexit ab. Wien hat sich um beide Agenturen beworben.

Schelling gilt als potenzieller Kandidat für die bevorstehende Nachfolge für Jeroen Dijsselbloem an der Spitze der Eurogruppe. Die EVP-Finanzminister haben sich laut Medienberichten informell für Schelling ausgesprochen.

Neben Wien haben sich um die EMA auch Amsterdam (Niederlande), Athen (Griechenland), Barcelona (Spanien), Bonn (Deutschland), Bratislava (Slowakei), Brüssel (Belgien), Bukarest (Rumänien), Kopenhagen (Dänemark), Dublin (Irland), Helsinki (Finnland), Lille (Frankreich), Mailand (Italien), Porto (Portugal), Sofia (Bulgarien), Stockholm (Schweden), Valletta (Malta), Warschau (Polen) und Zagreb (Kroatien) beworben. Für die EBA gehen neben Wien ebenfalls Brüssel, Dublin, Frankfurt/Main, Paris, Prag, Luxemburg und Warschau ins Rennen.

Die Entscheidung fällt am Montagnachmittag bei dem Allgemeinen Rat in Brüssel in geheimer Abstimmung der 27 EU-Staaten - ohne Großbritannien.

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