Das Leid meiner Liebe von

Iva Mihanovic spricht

Maximilian Schells junge Verlobte erklärt im NEWS-Interview ihre Beziehung

Maximilian Schell und Iva Mihanovic © Bild: Getty Images/Mathias Kniepeiss

Kavalier aus bestem Hause heiratet bezaubernde junge Frau aus dem Volke. Zwei Figuren, wie aus der Zeit gefallen. Am 20. August gibt die 35-jährige Sopranistin Iva Mihanovic dem 82-jährigen Oscar-Preisträger Maximilian Schell auf dessen Kärntner Alm das Jawort. Ein romantisches Sommermärchen - und beklemmendes Seelendrama. Mit bewundernswerter Offenheit spricht die Braut im NEWS-Interview über ihre Gratwanderung zwischen Liebe und Opferbereitschaft. Über die Kraft, die es sie kostet, die Lebenswelten eines alten Mannes und einer jungen Frau zusammenzuführen. Und über die Allgegenwart der Endlichkeit, die über ihrer Ehe liegt.

NEWS: Frau Mihanovic, Sie leben seit nunmehr sechs Jahren mit Maximilian Schell zusammen. Warum haben Sie sich jetzt entschlossen zu heiraten?
Mihanovic: Ich habe ja nie verstanden, warum eine Beziehung, die von der Gesellschaft als so ungewöhnlich empfunden wird, dann plötzlich in solch ein konventionelles Korsett gepresst werden soll. Dann kamen wir aber doch an einen Punkt, an dem der Maximilian sah, wie sehr ich für ihn da bin - und ich sah, wie wichtig er für mich ist. Ich musste lernen, dass man als Ehefrau wohl eher akzeptiert wird, weil endlich dieses Klischee von der jungen Geliebten, vom König und seiner Mätresse, wegfällt.

NEWS: Männer suchen in jungen Frauen die Jugend. Was ist es, das Sie in einem alten Mann suchen?
Mihanovic: Ob ich einen Vaterkomplex habe? Ich weiß es nicht, denke viel darüber nach, denn normal ist unsere Beziehung ja weiß Gott nicht. Als ich ihn zum ersten Mal traf, dachte ich nicht, das ist der Mann, mit dem ich mein Leben verbringen will. Als ich ihn kennenlernte, hatte ich überhaupt keine Pläne, ich hatte keine Ahnung, was da passiert. Es war nicht wie bei einem jungen Mann, den man trifft und sich denkt: Ach, der wäre vielleicht was zum Heiraten, von dem möchte ich drei Kinder. Diese Gedanken waren natürlich nicht da, unsere gemeinsame Entwicklung kam überraschend. Ich war zunächst von seiner Persönlichkeit, seiner Geschichte fasziniert. Liebe auf den ersten Blick, das funktioniert bei mir grundsätzlich nicht. Als wir uns dann näher kamen, interessierte mich, was da für ein Mensch hinter der öffentlichen Figur steckt. Zu sehen, wie er ist, wenn er Angst hat, wenn er alleine ist - die Wahrhaftigkeit dieses Menschen.

»Ein Kind - das wäre ein Teil von ihm, der mir bliebe.«

NEWS: Den Gedanken an gemeinsame Kinder - versagen Sie sich den bewusst?
Mihanovic: Das ist für mich das schwierigste Thema. Ich mag Kinder sehr, sehr gerne, früher war ich Babysitterin und wäre auch gerne Kindergärtnerin geworden. Ich bin in dieser Beziehung innerlich so stark mit dem Tod konfrontiert, da wäre ein Kind ein wunderschöner Gedanke ans Leben. Ein Kind, das wäre dann auch ein Teil von ihm, der mir bliebe. Aber letztendlich ist das ja auch eine Frage der Verantwortung.

NEWS: Wie leben Sie Ihre Körperlichkeit, Ihre Sexualität?
Mihanovic: Die Körperlichkeit, die gibt es zwischen uns schon noch, alle Männer ab 60 können sich freuen. Natürlich verändern sich die Schwerpunkte, Sex ist nicht mehr so wichtig, die Zärtlichkeit gewinnt an Bedeutung. Ich lese so oft, wie wahnsinnig jung ich im Vergleich zu ihm bin. Aber ich hatte nie ein Problem mit einem alternden Körper, da gibt es nichts, was mich abstößt. Ein gelebtes Gesicht, auch das finde ich sehr attraktiv. Erotik ist für mich nicht unbedingt ein jugendlich gestählter Körper. Bei mir geht sehr viel über die Stimme, und Maximilian hat eine wunderschöne Stimme. Es geht um Blicke, um gewisse Gesten, um Persönlichkeit.

Das ganze Interview finden Sie im aktuellen NEWS in Ihrem Zeitschriftenhandel oder als iPad-Version.

Kommentare

Wolfgang Ertl

Eine Superfrau !!!

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also ehrlich, das geht doch NUR DIE BEIDEN ETWAS an!!!!! immer dieses sich-rechtfertigen-müssen.

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Wieso rechtfertigen - sie hätte das Interview ja nicht geben müssen!

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