Scharner fehlt Wigan an allen Ecken und Enden: Seit Verletzung jedes Spiel verloren

Legionär verspürt bereits absolute Abstiegsstimmung Kein Comeback im Nationalteam, aber Hintertür offen

Scharner fehlt Wigan an allen Ecken und Enden: Seit Verletzung jedes Spiel verloren

Legionär Paul Scharner hat in seiner Zeit als England-Legionär schon bessere Zeiten erlebt. Vor rund einem Jahr traf er gleich beim Debüt für Wigan Athletic und warf damit Arsenal aus dem Liga-Cup. Derzeit aber muss der 26-Jährige wegen einer Knieverletzung tatenlos zusehen, wie seine "Latics" eine Niederlage nach der anderen kassieren und den Abstiegsplätzen immer näher kommen.

Seinen bisher letzten Auftritt im Wigan-Trikot absolvierte Scharner am 9. Dezember des Vorjahres beim 1:1 in Middlesbrough, wo er von Emanuel Pogatetz gefoult wurde und damit einen Elfer herausholte, aus dem der Treffer seines Teams resultierte. In den darauf folgenden sieben Liga-Spielen setzte es für den Klub aus der Stadt in der Nähe von Manchester bei einem Torverhältnis von 3:17 sieben Niederlagen, außerdem fiel in diese Zeit auch der Abschied aus dem FA-Cup.

Über die Möglichkeit eines direkten Zusammenhangs zwischen der Misserfolgsserie von Wigan und seinem Ausfall wollte Scharner keine Worte verlieren, beim Niederösterreicher überwiegt die Sorge um seinen Klub. "Mir wäre lieber, ich hätte mithelfen können, denn diese vielen Niederlagen machen mich betroffen. Derzeit ist eine absolute Abstiegsstimmung zu spüren", sagte der Defensivspieler, dessen Klub bei einem Spiel weniger nur noch zwei Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz liegt.

Kein Comeback im Nationalteam geplant
Auf Grund eines leichten Knorpelschadens und eines Meniskuseinrisses musste sich Scharner, der vor seiner Verletzung jedes Premier-League-Spiel für Wigan bestritten hatte, Ende Dezember bei Dr. Christian Schenk in Vorarlberg einer Operation unterziehen. Am 31. Jänner ist eine Kontrolle in Schruns geplant, ansonsten absolviert Scharner sein Rehabilitations-Programm in Wigan, wo er in rund drei Wochen mit leichtem Lauftraining beginnen will und seine Rückkehr für 17. März (Heimspiel gegen Fulham) plant. "Das ist ein realistisches Datum. Sollte ich früher fit werden, wäre das sensationell."

Ein Comeback im ÖFB-Nationalteam ist hingegen nicht in Sicht. "Ich will dazu überhaupt nichts mehr sagen, für mich ist das alles kein Thema", betonte Scharner, der sich im August mit scharfer Kritik ins Abseits gestellt hatte. Eine Hintertür ließ sich der 26-Jährige aber offen. "Was die Zukunft bringt, weiß man nie."

(apa/red)