Schalke-Manager Assauer zurückgetreten: Beugte sich dem Druck des Aufsichtsrates

Magazin hatte über Zahlungsschwierigkeiten berichtet War maßgeblich an Bau des WM-Stadions beteiligt

Die Ära von Manager Rudi Assauer beim FC Schalke 04 ist nach 13 Jahren beendet. Wie der Verein bestätigte, tritt der 62-Jährige beim deutschen Fußball-Bundesligisten mit sofortiger Wirkung von allen Ämtern zurück. Damit beugte er sich offenbar dem Druck des Aufsichtsrates und zog die Konsequenzen aus der jüngsten Finanzaffäre. Auslöser der neuesten Krise war ein Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus". Darin war behauptet worden, Schalke befinde sich am Rande der Zahlungsunfähigkeit.

Assauer war die "Lichtgestalt" beim Revierclub und gehört zu den bekanntesten Gesichtern der Fußball-Bundesliga. Zwar wurde er nach seiner ersten Amtszeit 1981 bis 1986 als Manager der "Königsblauen" aus dem Amt gedrängt, kehrte aber sieben Jahre später zurück. In seiner zweiten Amtsperiode vom 1. April 1993 an war die "Galionsfigur" maßgeblich am großen Aufschwung des seinerzeit von großen finanziellen Schwierigkeiten geplagten Vereins beteiligt. Die größten sportlichen Erfolge des gebürtigen Saarländers waren der UEFA-Cup-Triumph 1997, die Vizemeistertitel 2001 und 2005 sowie die beiden Pokalsiege 2001 und 2002. Zudem hatte er maßgeblichen Anteil am Bau des neuen Stadions.

(APA/red)