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Schäden durch Föhnsturm

Feuerwehren auf Trab gehalten: Straßen gesperrt, Bahnverkehr unterbrochen

Feuerwehr © Bild: APA/Neubauer

Orkanartige Föhnböen haben in der Nacht auf Mittwoch in Teilen Tirols die Feuerwehren auf Trab gehalten. Besonders betroffen war der Bezirk Innsbruck-Land, wo ein Feuerwehrmann durch Gebäudeteile verletzt wurde. Entwurzelte Bäume blockierten Straßen. Auch der Bahnverkehr war betroffen.

Straßensperren gab es in der Nacht nach Angaben der Polizei in Hall, Absam, Gnadenwald, im Wipp- und Stubaital. Die Brennerbundesstraße (B182) musste im Gemeindegebiet von Gries am Brenner wegen umgefallener Bäume für einige Zeit gesperrt werden. Auch die Autobahnausfahrt Hall-Mitte war aufgrund eines entwurzelten Baumes kurzfristig gesperrt.

TIROL: STURMSCHÄDEN IM BEZIRK INNSBRUCK-LAND
© APA/ZEITUNGSFOTO.AT/DANIEL LIEBL

Im Bezirk Innsbruck-Land wurden die Dächer mehrerer Häuser abgedeckt. Am Mittwochvormittag waren nach wie vor Haushalte in sieben Gemeinden von Stromunterbrechungen betroffen.

Feuerwehrmann verletzt

In Hall wurde ein Feuerwehrmann durch herabfallende Dachteile am Kopf getroffen. Er wurde verletzt in das Krankenhaus Hall eingeliefert. In der Nacht auf Mittwoch wurde nach Angaben der ÖBB die Oberleitung im Güterbahnhof Hall durch eine verwehte Plane beschädigt. Zwischen Wattens und Hall wurde die Oberleitung durch einen umgestürzten Baum beschädigt. Bis 1.00 Uhr war die Strecke unterbrochen, danach eingleisig bis zum Frühverkehr. Deshalb gab es auch vereinzelt Verspätungen bei den S-Bahnen nach Innsbruck. Im Güterbahnhof Hall traten massive Verschubbehinderungen auf.

TIROL: STURMSCHÄDEN IM BEZIRK INNSBRUCK-LAND
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Eine S-Bahn-Garnitur blieb am Dienstagabend zwischen der Abzweigung "Fritzens/Wattens 2" und Hall außerhalb des Bahnsteigbereichs hängen und musste evakuiert werden. Die Feuerwehr brachte 15 Passagiere in Sicherheit. Verletzt wurde niemand.

Kärnten

Der Föhnsturm der vergangenen Stunden hat in Teilen Kärntens einige Schäden verursacht. Im Bezirk Spittal waren laut Polizeiangaben wegen eines beschädigten Strommasts vorübergehend 300 Haushalte ohne Strom. Ursache war ein Glimmbrand wegen eines defekten Isolators an einer 20-KV-Stromleitung.

Der Sturm - mit Orkanböen entlang der Hohen Tauern - brachte auch große Regenmengen in den Südwesten Kärntens. Wegen der Niederschlagsprognose hatte der Verbund bereits am Dienstag begonnen, die Drau-Stauseen Rosegg, Feistritz und Edling (Völkermarkter Stausee) um 2,5 Meter abzusenken.

Laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) ist vor allem in den Bezirken Hermagor, Villach-Land und Spittal mit größeren Niederschlagsmengen zu rechnen. In den Karawanken kann es besonders intensiv regnen. Östlich von Klagenfurt wird es hingegen kaum Niederschlägen geben.

Salzburg

In Salzburg hat der Föhnsturm laut Landesfeuerwehrkommando nur in der Gemeinde Stuhlfelden (Pinzgau) Probleme bereitet. Dort haben in der Nacht auf Mittwoch Böen etliche Bäume gebrochen, die zum Teil auf eine Gemeindestraße gestürzt sind. Drei Häuser mussten aus Sicherheitsgründen evakuiert werden, weil die Gefahr bestand, dass Bäume auf sie fallen, so Feuerwehrkommandant Martin Mayrhofer zur APA.

Die Feuerwehr musste zwei Mal ausrücken. Schon beim ersten Mal waren Bäume auf die Straße gefallen. Die Helfer entfernten diese, aber schon eine Stunde später knickte der Sturm erneut einige Fichten. Wegen der Gefahr umstürzender Bäume wurden dann die drei Häuser geräumt. Die insgesamt neun Bewohner wurden vorübergehend bei Freunden oder Verwandten untergebracht. Bürgermeisterin Sonja Ottenbacher hofft, dass sich der Sturm im Lauf des Tages wie vom Wetterdienst angekündigt legt, damit die Menschen spätestens bis zum Abend in ihre Häuser zurück können. Die Gemeinde hat Forstarbeiter damit beauftragt, die gefallenen Bäume zu entfernen, damit die Straße wieder befahren werden kann, sagte Ottenbacher.

Probleme bei der Stromversorgung gab es im Bundesland Salzburg so gut wie keine. In Annaberg im Tennengau gab es gegen 21.30 Uhr kurzfristig und kleinräumig keinen Strom, ebenso um ca. 2.00 Uhr im Bereich Böckstein bei Bad Gastein (Pongau), so Sigi Kämmerer, Sprecher der Salzburg AG, zur APA.

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