Sauteure Bußgelder für "Obszönitäten" im Rundfunk: US-Kongress verzehnfacht Strafen

"Eindeutige Darstellung" kann 254.000 Euro kosten Superbowl-"Nipplegate" als Auslöser der Debatte

Der US-Kongress hat die Strafen für die Verbreitung von "obszönen" Inhalten im Rundfunk verzehnfacht. Das Repräsentantenhaus sprach sich mit überwältigender Mehrheit dafür aus, das höchste Strafmaß von 32.500 auf 325.000 Dollar (rund 254.000 Euro) anzuheben. "Das ist ein Sieg für Kinder und ihre Familien", sagte Senator Sam Brownback, der sich als Vorkämpfer für das Gesetz hervorgetan hatte.

"Eltern haben es schon schwer genug, ihre Kinder in einer Welt voller Gewalt und eindeutiger Darstellungen in den Medien großzuziehen." US-Präsident George W. Bush begrüßte die Entscheidung und kündigte an, das Gesetz zu unterzeichnen.

Die US-Kommunikationsbehörde FCC hatte im Jahr 2004 insgesamt fast acht Millionen Dollar an Bußgeldern für "obszöne" Darstellungen verhängt. Das war weit mehr als die 440.000 Dollar im Jahr zuvor.

Verantwortlich dafür war auch ein Ereignis im Jahr 2003, das in den USA zu einem großen Skandal wurde. Damals war in der Halbzeit des Endspiels der American-Football-Meisterschaft für wenige Sekunden eine Brust der US-Popsängerin Janet Jackson im Fernsehen zu sehen, die während ihres Auftritts aus ihrem Kostüm gerutscht war.

(apa/red)