Sarah Palin von

Sie "muss getötet werden"

Alaskas Ex-Gouverneurin erhielt nach Präsidentschaftskandidatur Morddrohungen

Sarah Palin - Sie "muss getötet werden" © Bild: Reuters

Sarah Palin erhielt nach der Verkündung ihrer Kandidatur als US-Präsidentin 2008 Morddrohungen. Dies geht aus dem E-Mail-Verkehr von Alaskas Ex-Gouverneurin hervor, der auf Antrag mehrerer Medien und Privatpersonen weitgehend veröffentlicht wurde.

Die "New York Times" zitierte aus einer Mail von Palin Ende August 2008. "Kannst Du es glauben?", antwortete sie auf einen Glückwunsch zu ihrer überraschende Nominierung als Vize-Präsidentschaftskandidatin durch den republikanischen Präsidentschaftskandidaten John McCain. "Er (McCain) hat es mir gestern gesagt - es ging schnell voran!"

Palin "muss getötet werden"
In den Wochen und Monaten nach ihrer Nominierung erhielt die Politikerin der ultrakonservativen Tea Party mehrere Morddrohungen. In einer hieß es laut "Los Angeles Times", Palin "muss getötet werden". Die Politikerin gehöre nicht der mächtigen Waffenlobby-Organisation NRA an, "um das Recht jedes Bürgers auf den Besitz von Waffen zur Selbstverteidigung zu unterstützen, sondern um das Recht jedes weißen Bürgers aus dem Süden zu unterstützen, alle nicht-weißen Leute legal zu erschießen". Auch in einer aus dem belgischen Antwerpen verschickten Mail wurde dazu aufgerufen, Palin zu töten, da erst dann "Gerechtigkeit hergestellt" sei.

Unmut über Medien
Die Behörden von Alaska machten insgesamt mehr als 24.000 E-Mail-Seiten öffentlich zugänglich, rund 2400 als vertraulich oder privat eingestufte Seiten blieben dagegen unter Verschluss. Die Mails wurden ausgedruckt und in Kartons an Redaktionen von Zeitungen, Radiostationen und TV-Sendern verschickt. Aus dem Schriftverkehr lässt sich den Berichten zufolge ableiten, dass Palin eine fleißige Politikerin ist, die sich bemüht, ihre Arbeit und ihre Familie unter einen Hut zu bringen. Auch ihr Unmut über die Medien kommt zum Ausdruck. "Arghhhh!", kommentiert Palin Journalistenfragen nach ihrem Lieblingsgedicht und ihrer Sonnenbank im Gouverneurssitz.

Der Fernsehsender CNN, die Zeitung "Anchorage Daily News" sowie mehrere Privatpersonen hatten auf Grundlage des Informationsfreiheitsgesetzes die Herausgabe der Dokumente aus Palins Zeiten als Gouverneurin verlangt, nachdem McCain die Politikerin zu seiner potentiellen Stellvertreterin erhoben hatte. Die Behörden hatten zunächst argumentiert, die Mails könnten wegen des veralteten Verfahrens bei ihrer Speicherung nicht herausgegeben werden. Außerdem wurde der Vorgang dadurch erschwert, dass Palin Schriftverkehr in ihrer Funktion als Gouverneurin über eine Adresse bei dem privaten Internetunternehmen Yahoo abwickelte.

Leser aufgefordert, mitzusuchen
Palin war 2008 durch ihre Nominierung durch McCain auf einen Schlag weltweit bekannt geworden und spaltet seither die politische Landschaft der USA. Ihre Anhänger feiern sie als bodenständige und patriotische Anwältin erzkonservativer Werte, ihren Gegnern ist sie wegen ihrer populistischen Auftritte ein Graus. Mehrere Medien, darunter die "New York Times", haben die Palin-Mails online gestellt und ihre Leser aufgefordert, bei der Suche nach nachrichtlichen Goldstücken in den größtenteils banalen Dokumenten zu helfen.

Kandidatur für 2012 noch offen
Palin hat bisher offen gelassen, ob sie sich um die Kandidatur der Republikaner bei der Präsidentschaftswahl 2012 bewerben wird. Zuletzt befeuerte sie Spekulationen mit einer Bustour an historische Stätten der USA.

Kommentare

kirkfrank1 melden

Sarah Palin Frau Palin ist aus meiner Sicht keine Gefahr für irgenwenn auch nicht als Präsidentschafts Kandidatin. Egal wie gut sie arbeitet und sich im Wahlkampf schlägt, sie kann die Wahl niemals gewinnen, ganz einfach weil sie eine Frau ist.

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Re: Sarah Palin Um Himmls Wün, des is jo fuachtboa!

AdLa melden

Re: Sarah Palin Amerika! das Land der unbegrenzten Dummheiten !!!!

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Re: Sarah Palin Na ich hoffe doch, dass sie nicht deswegen keine Präsidentin wird, weil sie eine Frau ist, sondern weil sie strohdumm und gefährlich ist.....aber egal ob dumm oder sonstwas, der eigentliche Skandal liegt für mich ja nicht in der Person Palin, sondern im Veröffentlichen der emails. Nur soviel zum Thema Datenschutz.

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