Fakten von

San-Fermin-Fest in
Pamplona feierlich eröffnet

Traditionelles Stiertreiben von Vergewaltigungsskandal von 2016 überschattet

Überschattet von einem Vergewaltigungsskandal hat am Freitag im nordspanischen Pamplona das traditionelle San-Fermin-Fest begonnen. Auf dem Rathausplatz der Stadt versammelten sich am Freitag tausende Menschen, um ausgelassen den sogenannten Chupinazo, den offiziellen Startschuss für das Fest, zu feiern. Die meisten waren der Tradition entsprechend in Weiß und Rot gekleidet.

Bis Sonntag kommender Woche rennen nun wieder jeden Morgen Menschen, vor allem Jugendliche, aus aller Welt durch die Gassen der Stadt - verfolgt von einigen Stieren. Das Fest, das es seit 1591 gibt, steht in diesem Jahr unter dem Motto "eine Stadt ohne sexuelle Übergriffe". Schon seit fünf Jahren kämpft die Stadt gegen sexuelle Übergriffe - mit einer Hotline, einer App mit Ortungsfunktion und Videoüberwachung.

Hintergrund sind massive Proteste gegen die kürzliche Freilassung von fünf mutmaßlichen Sexualstraftätern. Die Männer aus Sevilla, die sich selbst als "La Manada" ("Das Rudel") bezeichneten, waren erst im April zu jeweils neun Jahren Haft verurteilt worden, weil sie im Sommer 2016 eine 18-jährige Frau beim San-Fermin-Fest missbraucht hatten. Seither saßen sie in Untersuchungshaft.