Samsung präsentiert Dual-Core-CPU Orion:
Eigenmarke soll der Konkurrenz einheizen

Prozessor für Einsatz in mobilen Geräten konzipiert Orion ab der ersten Jahreshälfte 2011 im Einsatz

Samsung präsentiert Dual-Core-CPU Orion:
Eigenmarke soll der Konkurrenz einheizen © Bild: Samsung

Der Elektronikkonzern Samsung im Rahmen seines "Samsung Mobile Solutions Forum" in Taipeh eine neue auf dem ARM Cortex A9 basierende Smartphone-CPU vorgestellt. Die Recheneinheit mit dem Namen "Orion" und wird als energiesparende und leistungsstarke Lösung für Smarphones, Netbooks und Tablet-Computer beworben.

"Die Kunden wollen unterwegs das volle Web-Erlebnis ohne Kompromisse", sagt Dojun Rhee, Vizepräsident der Samsung-Marketingabteilung. Um dieses Kundenbedürfnis zu befriedigen, brauche es eine Plattform mit hoher Rechenleistung und guten Multimedia-Fähigkeiten. "Samsungs neuer Dual-Core-Prozessor wurde eigens entwickelt, um diesen hohen Anforderungen gerecht zu werden und gleichzeitig für hohe Akkulaufzeit zu sorgen", so Rhee.

Wesentliche Verbesserungen im Multimedia-Bereich
Samsungs neues Kraftpaket ist mit einem GHz pro Kern getaktet und wird im 45-Nanometer-Verfahren gefertigt. Ein Megabyte L2-Cache ist in den Prozessor integriert, zudem verfügt er über je 32 Kilobyte Daten- und Induktions-Cache. Wesentliche Verbesserungen des Orion gegenüber dem Vorgänger mit dem Namen "Hummingbird" finden sich im Multimedia-Bereich.

Einheiten zur Hardwarebeschleunigung sind in den Prozessor integriert. Sie ermöglichen nicht nur die Wiedergabe von 1080p-Videos, sondern auch deren Aufzeichnung und Codierung. Im 3D-Betrieb soll Samsungs neuer Kraftprotz rund fünf mal so schnell sein wie der Vorgänger. Den umfangreichen Multimedia-Fähigkeiten verdankt es der Prozessor auch, dass er bis zu drei Displays parallel ansteuern kann. Bis zu zwei Displays im mit der CPU ausgestatteten Gerät und ein externer Bildschirm, der via HDMI 1.3 angeschlossen wird.

Eigenmarke soll Qualcomm und Nvidia einheizen
Dual-Core-Prozessoren für Smartphones haben auch andere Hersteller bereits vorgestellt, Samsungs Neuentwicklung kann also als Angriff auf Konkurrenzmodelle wie Qualcomms Dual-Core-Snapdragon gewertet werden. Auch Nvidia hat mit dem Tegra 2 ein Konkurrenzmodell im Angbebot.

Um es Herstellern von Mobilgeräten möglichst einfach zu machen, den Orion in ihren Geräten zu verbauen, verfügt er über eine Vielzahl verschiedener Anschlüsse. An den Prozessor können NAND-Flash, moviNAND, eine SSD oder Festplatte per SATA angebunden werden, zudem verfügt er über eine eMMC-Schnittstelle. Als Speicher kann sowohl LPDDR2 oder DDR3 verwendet werden. Ein GPS-Receiver ist ebenfalls in den Chip integriert. Den Orion wird Samsung ab dem 4. Quartal an ausgewählte Hersteller ausliefern, erste Geräte mit dem Orion werden im ersten Halbjahr 2011 erscheinen. (pte/red)