Salzburgs Tschechen weiter in Hochform
Lokvenc, Jezek und Pitak mit jüngsten Toren

Titelentscheidung bereits in nächster Runde möglich Schwerer Rückschlag um Platz drei für Austria Wien

Salzburgs Tschechen weiter in Hochform
Lokvenc, Jezek und Pitak mit jüngsten Toren

Es ist nur mehr eine Frage der Zeit, bis Red Bull Salzburg als österreichischer Fußball-Meister feststeht. Nach dem 2:0-Heimerfolg gegen Ried - die Mozartstädter halten nach 29 Spielen bei bereits 60 Treffern und 64 Punkten - könnte die endgültige Entscheidung bereits in der 30. Runde fallen. In aller Munde sind beim designierten Champion derzeit die Tschechen, denn das Trio Vratislav Lokvenc (33), Patrik Jezek (30) und Karel Pitak (27) zeichnete für die jüngsten sieben Treffer der Startruppe verantwortlich.

Trainer Lothar Matthäus freut sich ganz besonders für seine tschechischen Schützlinge: "Weil sie einfach eine gute Mentalität haben. Auch wie es ihnen nicht so gut gegangen ist, haben sie sich nicht hängen gelassen. Dafür werden sie jetzt belohnt." Von Giovanni Trapattoni gab es Lob für die gesamte Truppe: "Ich bin sowohl mit dem Ergebnis, als auch mit der Leistung zufrieden."

Wie schnell es im Fußball geht, sieht man am Beispiel Lokvenc. Vor drei Wochen hatte der 1,96-m-Riese noch gemeint, dass er "so schnell wie möglich" aus Salzburg weg wolle, durch die Verletzung vom designierten Torschützenkönig Alexander Zickler bot sich jedoch eine neue Chance und diese nützte Lokvenc, der so wie Jezek gegen Ried traf.

"Durch dieses Vertrauen der Trainer zeige ich jene Leistung, zu der ich fähig bin und die ich auch in der Vergangenheit zeigen hätte können, wenn ich nicht diese lange Verletzung gehabt hätte", so der langjährige Teamspieler, der sich des öfteren mit Knieproblemen herumschlagen musste. So wie Lokvenc will auch Jezek bis 2008 in Salzburg bleiben. "Der Verein hat die Option gezogen", berichtete Jezek, für den es bereits der vierte ÖFB-Meistertitel (zuvor dreimal mit Tirol) wird.

So würde Salzburg als Meister feststehen: Bei einem Sieg in Altach und einem gleichzeitigem Punkteverlust der Mattersburger daheim gegen den GAK wäre der Titel ebenso fix wie bei einem Salzburg-Remis und einer Mattersburg-Pleite. Kurz gesagt, holen die Salzburger am Samstag mehr Punkte als Mattersburg, ist auch rechnerisch alles entschieden. Matthäus ist aber skeptisch: "Ich glaube nicht, dass uns Mattersburg diesen Gefallen machen wird." Ansonsten würde sich sieben Tage später im Heimspiel gegen den entthronten Meister Austria ein würdiger Rahmen für die große Party bieten.

Einen schweren Rückschlag im Kampf um Platz drei und eine Lehrstunde punkto Charakter bekam die Austria verpasst. Die Wiener blamierten sich gegen den kommende Saison nicht mehr in der obersten Liga vertretenen GAK in Graz 1:2. "So ein Spiel darf man nicht verlieren", stellte Trainer Georg Zellhofer nach der zweiten Auswärtsniederlage in Folge klar. Der harte Kern der GAK-Fans feierte hingegen ausgiebig eines der vorerst letzten Feste auf der T-Mobile-Bühne, die charakterstarken Kicker wurden mit "Standing Ovations" bedacht.

Red Bull Salzburg - SV Josko Ried 2:0 (1:0)
Wals-Siezenheim, 13.500, SR Steindl

Tore: 1:0 (34.) Lokvenc
2:0 (62.) Jezek

Salzburg: Ochs - Steinhöfer, R. Meyer, Miyamoto, Dudic - Vonlanthen (79. Pitak), Carboni, N. Kovac, Jezek - Aufhauser - Lokvenc

Ried: H.P. Berger - Brenner, Glasner, C. Jank, Rzasa - Hackmair (70. Seo), Kovacevic, Martinez (90. T. Eder), Pichorner - Damjanovic, Salihi (63. Sulimani)

Gelbe-Karten: Keine

(apa/red)