Salzburgs Bullen fühlen sich auch im Ländle
wohl: Ungefährdeter 2:0-Erfolg gegen Altach

Violetter Fehlstart: Austria verliert in Pasching mit 0:2 Mattersburger überraschen mit 2:0-Erfolg beim GAK

Das Trio Red Bull Salzburg, Pasching und Mattersburg führt nach der zweiten Bundesliga-Runde mit jeweils sechs Punkten die Tabelle an. Während die Mozartstädter in Altach den erwarteten 2:0-Sieg gegen den Aufsteiger einfuhren, überraschte Pasching mit dem 2:0-Heimerfolg gegen Meister Austria. Mattersburg blieb beim GAK ebenfalls mit 2:0 erfolgreich.

Salzburg hat sich auch im zweiten Saisonmatch schadlos gehalten und bei Aufsteiger Cashpoint SCR Altach einen ungefährdeten 2:0-(2:0)-Sieg eingefahren. Im Gegensatz zum Vorjahr, als die Startruppe mit vier Niederlagen en suite gestartet war, halten die Salzburger nach den zwei Auswärtsspielen zum Auftakt bei sechs Punkten und einem Torverhältnis von 5:0.

Die Salzburger Legionärstruppe vermochte zwar wie beim 3:0 in Ried nicht zu glänzen, doch fehlte den Stars aus der Mozartstadt dazu auch ein gleichwertiger Gegner. Der Klasseunterschied zum Aufsteiger aus der Ersten Liga war zu groß und so reichte den Gästen eine konzentrierte Leistung in einer insgesamt niveauarmen Partie zum souveränen 2:0-Sieg. Die Tore erzielten Rene Aufhauser nach einem schnell abgespielten Corner per Kopf sowie Alexander Zickler nach einem fragwürdigen Foulelfmeter.

Eine einzige gefährliche Chance für Altach
Die Vorarlberger kamen nur einmal gefährlich vor das Tor der Salzburger, doch die brasilianische Neuerwerbung Leonardo traf allein vor Keeper Timo Ochs den Ball nicht richtig (35.). Fast postwendend gelang dem Favoriten die Führung durch Aufhauser, dem einzigen Österreicher in der "Bullen"-Startelf. Johan Vonlanthen hatte die Ideal-Flanke auf den Teamspieler gegeben (36.), der den Luftkampf gegen Alexander Guem gewann.

Vonlanthen war auch am zweiten Treffer der Salzburger beteiligt, allerdings in unrühmlicher Art und Weise. Eine Schwalbe des Schweizer Jungstars erkannte Schiedsrichter Stefan Meßner nicht als solche und entschied auf Elfmeter. Zickler ließ sich die Chance auf seinen vierten Saisontreffer nicht nehmen (43.).

Bemühen der Vorarlberger war zu wenig
In der zweiten Hälfte verlor die Partie noch etwas mehr an Tempo. Bei hohen Temperaturen war den Altachern das Bemühen zwar nicht abzusprechen, doch setzten die Vorarlberger die Salzburger nie unter Druck. Die Gäste wiederum schalteten vier Tage vor der Champions-League-Qualifikation gegen den am Samstag in der Schweizer Meisterschaft 3:0 gegen Aarau siegreich gebliebenen FC Zürich merkbar einen Gang zurück.

Giovanni Trapattoni tauschte zudem für die Offensiven Patrick Jezek und Vonlanthen die Defensivspieler Ezequiel Carboni bzw. Thomas Winklhofer ein. Das Offensivspiel der Gäste erlahmte dadurch vollständig.

Der FC Zürich, am Mittwoch daheim Gegner von Salzburg im Hinspiel zur Fußball-Champions-League-Qualifikation, hat auch sein zweites Meisterschaftsspiel wie die Roten Bullen souverän und zu-Null gewonnen. Dem 3:0 zum Auftakt in Luzern ließ der Schweizer Meister im Hardturm-Stadion ein 3:0 (2:0) gegen Aarau folgen.

Superfund Pasching - Austria Magna 2:0
Meister Austria Magna hat einen Fehlstart in die Bundesliga-Saison hingelegt. Bei Superfund Pasching verloren die Violetten verdient 0:2 (0:2), bereits nach einer halben Stunde hatten die Paschinger durch Chiquinho und Bubenik den Endstand herausgeschossen. Nach dem torlosen Unentschieden gegen den GAK liegt die Austria in Tabelle mit nur einem Punkt an fünfter Stelle und hat vor dem Schlager gegen Red Bull Salzburg am kommenden Samstag schon fünf Punkte Rückstand. Pasching ist mit dem Maximum von sechs Zählern Zweiter.

Nur 3.600 Zuschauer waren ins Waldstadion gekommen, um dem Champion der vergangenen Saison auf die Beine zu schauen. Bereits nach drei Minuten war die gar nicht meisterliche Hintermannschaft aber erstmals bezwungen. Nach einem Eckball schlug Papac den Ball nicht weit genug weg, Paschings "Flankenkönig" Ketelaer versorgte den ungedeckten Chiquinho, der sich per Kopf die Chance zur Führung nicht entgehen ließ (3.).

Ideenlose Austria
Austria wirkte bemüht, aber ideenlos. Bis auf einen Fernschuss (Papac/5.) sowie einen Freistoß (Dos Santos/9.) blieb das Offensivspiel harmlos. Austrias neuer Stürmer Pichlmann war bei seiner "Heimkehr" abgemeldet, Sebo rackerte vergeblich. Pasching-Tormann Schicklgruber verbrachte in seinem 300. Bundesliga-Einsatz einen ruhigen Abend.

Auch in der Defensive zeigten die Wiener ungewohnte Schwächen, einzig Torhüter Safar zeigte gute Form und drehte einen Kabat-Freistoß zur Ecke (21.). Neun Minuten später war aber auch er machtlos: Nach einer unfreiwilligen Kopfball-Vorlage von Radomski zog Bubenik aus 20 Metern ab, der Ball schlug unhaltbar für Safar im linken Kreuz-Eck ein (30.). Bis zur Pause verflachte das Spiel, Austria-Trainer Schinkels verschwand mit finsterer Miene in der Kabine.

Pasching bleibt Angstgegner
Nach dem Wechsel änderte sich nur wenig am Spiel. Die Oberösterreicher verteidigten ihren Vorsprung geschickt, zeigten im Mittelfeld schnelle Kombinationen und hatten durch den lauffreudigen Rechtsaußen Bubenik sogar die Chance auf das dritte Tor. Seinen platzierten, aber zu schwachen Schuss parierte Safar (52.). Der Meister erzeugte auch mit der Hereinnahme von Wallner und Lasnik wenig bis keinen Druck. Die beste Chance vergab Sebo, dessen Kopfball am Tor vorbeistrich (61.).

Die Paschinger erwiesen sich somit wieder einmal als "Angstgegner" für die Austria. Von 17 Duellen gewannen die Wiener, die in der kommenden Runde gegen Salzburg (Samstag) bereits unter Erfolgsdruck stehen, nur fünf Spiele. Achtmal gingen die Oberösterreicher als Sieger vom Platz.

Liebherr GAK - SV Mattersburg 0:2
Der SV Mattersburg bleibt auf Erfolgskurs. Dem 1:0 daheim zum Auftakt gegen Rapid ließen die Burgenländer ein 2:0 beim GAK folgen. Damit sind sie einschließlich der letzten fünf Runden der vergangenen Saison nun schon sieben Bundesliga-Spiele in Folge (fünf Siege, zwei Remis) ungeschlagen. Die Grazer, die in der 92. Minute mit einem Stangenkopfball von Skoro Pech hatten, kassierten ihre erste Niederlage im 7. Heimtreffen mit Mattersburg.

Marcus Hanikel, gegen Rapid erst im Finish dabei, durfte diesmal vom Beginn an (für den gegen die Hütteldorfer bei zwei Riesenchancen glücklosen Thomas Wagner) stürmen. Er dankte das Vertrauen mit dem Führungstor in der 15. Minute, das er nach Idealpass von Kühbauer ohne Gegenwehr souverän mit platziertem Schuss in die lange Ecke erzielte.

In der Saison 05/06 hatte er übrigens nur insgesamt zweimal getroffen. In der 95. Minute fiel dann noch das 2:0, nachdem bei einem Konter Kühbauer von Lienhart im Strafraum gefoult worden war und Mörz sich die Elfmeterchance nicht entgehen ließ.

Der GAK begann gegenüber dem torlosen Austria-Match unverändert und hatte vor nur 4.500 Zuschauern an dem heißen Badetag die erste Chance, als Standfest einen Volleyschuss anbrachte, den der starke Borenitsch jedoch parierte (5.). Der Gäste-Torhüter zeichnete sich in der Folge auch bei einem tollen Knaller von Horvath (17.) und einem Flachschuss von Skoro (42.) aus, der in der 25. Minute aus kurzer Distanz den Ball über das Gehäuse gejagt hatte.

Die Mattersburger hatten ihrerseits neben dem Tor auch weitere Möglichkeiten. In der 19. Minute verpasste Hanikel eine gefährliche Hereingabe von Atan und dieser prüfte in der 26. Schranz mit einem guten Schuss. Nach der Pause wurde die Partie schwächer, die Grazer taten mit allerdings meist untauglichen Mitteln etwas mehr für das Spiel, Chancen waren aber Mangelware. In der 58. Minute rutschte Hassler nach Pass von Skoro daneben und in der 69. scheiterte Amerhauser mit einem Heber an Borenitsch.

Auf der anderen Seite verfehlte Hanikel knapp das Tor (55.) und zielte Holenak zu hoch (63.). Elferverdächtig war eine Aktion von Ratajczyk in der 69. Minute an Amerhauser, doch Referee Grobelnik sah die Situation anders.

Im Finish (vier Minuten Nachspielzeit) überschlugen sich dann die Ereignisse. Zunächst köpfte Skoro nach einer Flanke von Horvath an die obere linke Stange (92.), gleich darauf hatten die Burgenländer noch einmal Glück, ehe ein Konter das 2:0 brachte. Kühbauer scheiterte zunächst an Borenitsch, beim Nachsetzen wurde er von Lienhart von den Beinen geholt (94.). Mörz verwandelte den Elfer in der 95. bombensicher.
(apa/red)