Salzburger Schlechtwettersperre in Kraft: Erstmals durften Autos nicht ins Zentrum

Von 11 bis 13 Uhr wurden viele Wagen abgeleitet Betroffen waren Autos mit ausländischen Kennzeichen

Salzburger Schlechtwettersperre in Kraft: Erstmals durften Autos nicht ins Zentrum

In der Stadt Salzburg wurde erstmals die Schlechtwetterverordnung aktiviert. Autos mit ausländischen Kennzeichen durften von 11:00 bis 13:00 Uhr nicht in die Innenstadt zufahren, sondern wurden an den Einfahrtsstraßen von der Exekutive zum Park & Ride-Platz beim Messezentrum abgeleitet. Die Schlechtwetterverordnung habe gut funktioniert, zog der ressortzuständige Stadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste) eine erste Bilanz.

Die meisten Autofahrer hätten Verständnis für die Maßnahme gehabt. Insgesamt seien beim Park & Ride-Platz 550 Tickets verkauft worden, erklärte Padutsch. Ein deutlich erhöhtes Verkehrsaufkommen und nur mehr wenige verfügbare Stellplätze in den Innenstadtgaragen hatten zur Aktivierung der Schlechtwetterverordnung geführt. Zusätzlich verschärft wurde die Situation durch den Salzburger Wochenmarkt, wodurch der Parkplatz im Bereich Schloss Mirabell vormittags nicht benutzbar war. Nach 13.00 Uhr konnte die Sperre wieder aufgehoben werden.

Schlechtwetterverordnung
Die Schlechtwetterverordnung beinhaltet, dass an Tagen mit erhöhtem Verkehrsaufkommen und Regen Autos mit ausländischen Kennzeichen nicht in die Innenstadt einfahren dürfen. Sie werden zum Parkplatz Messezentrum umgeleitet, von wo sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Zentrum fahren können. Die Regelung gilt nicht für Autos aus Österreich und Berchtesgaden Land (BGL) in Bayern. Auch Touristen, die Buchungsbestätigungen in Innenstadthotels vorweisen, dürfen ins Zentrum fahren.

Kritik der ÖVP
Für Vizebürgermeister Harald Preuner (ÖVP) war die Auslösung der Schlechtwettersperre eine "sachlich ungerechtfertigte Panikreaktion". Der Wochenmarkt habe als Ausrede herhalten müssen, damit Padutsch die Verordnung erstmals in Kraft setzen konnte. Das Verkehrsaufkommen sei im Rahmen der vergangenen Tage gewesen, wo die Sperre nicht aktiviert worden war, kritisierte Preuner. (APA/red)