Salzburger NEOS-Chef von

Sepp Schellhorn löst Wahlkampfversprechen ein

Gastronom wird im Herbst in seinem Haubenrestaurant M32 drei Monate lang "aufgeschobenen Kaffee" für Bedürftige ausschenken

Der Salzburger Gastronom und NEOS-Landessprecher Sepp Schellhorn wird im Herbst ein Versprechen aus dem Landtagswahlkampf im Frühjahr 2018 einlösen.

Die für ihre originellen Sprüche auf einer Kreidetafel vor dem Lokal bekannte "Academy Bar" hatte Schellhorns Werbeslogan "Geht ned, gibt's ned" im März wörtlich genommen und ihn öffentlich aufgefordert, Kaffee für bedürftige Menschen zu spenden.

"Sepp, Suspended Coffee im M32 ... geht ned gibt's ned", schrieb das Lokal auf das Schild vorm Eingang und postete ein Foto auf Facebook. Die Tradition des "aufgeschobenen Kaffees" ist der ursprünglich aus Italien stammende Brauch, in einer Bar außer dem eigenen Kaffee auch einen oder mehrere weitere Kaffees zu bezahlen. Der Kaffee - oder ein anderes alkoholfreies Getränk - wird im Lokal notiert und auf Nachfrage an Bedürftige ausgeschenkt. Ein Konzept, das die "Academy Bar" seit Jahren praktiziert.

Schellhorn reagierte binnen einer Stunde auf Facebook: "Super Vorschlag, bin dabei! Details gibt's demnächst auf meiner Facebook-Seite." Dann wurde es in der Causa allerdings ruhig. Auf APA-Nachfrage erklärte der Salzburger NEOS-Chef am Dienstag, die Aktion ab September in den Räumlichkeiten seines Haubenlokals M32 am Mönchsberg anzubieten. "Wir werden das einmal über drei Monate im Herbst machen - wenn die Monate kälter werden. Es geht darum, einen Ausgleich zu schaffen. Die Solidarität ist ja nicht nur im politischen und europäischen Kontext nicht mehr vorhanden, sie verschwindet zunehmend auch in der Gesellschaft."

Sollten sich zu wenige Gäste finden, die bedürftigen Besuchern mit bezahlten Getränken unter die Arme greifen, wolle er gerne selbst einspringen, sagte Schellhorn. Beim Anstifter, der "Academy Bar", zeigte man sich über die Ansage des Politikers und Gastronomen erfreut: "Uns gefällt, je mehr Lokale an der Aktion teilnehmen."

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