Salzburger Land jetzt im Russen-Fieber:
Sightseeing-Touren der Fans im Pinzgau

Einheimische zittern mit den ausländischen Gästen mit Besucherandrang auch bei den Trainings der Russen

Salzburger Land jetzt im Russen-Fieber:
Sightseeing-Touren der Fans im Pinzgau © Bild: Reuters/Pfaffenbach

Nach dem Sieg gegen die griechische Mannschaft ist in der Pinzgauer Gemeinde Leogang endgültig das Russen-Fieber ausgebrochen. Nicht nur die Einheimischen haben sie quasi adoptiert und zittern mit den ausländischen Gästen mit. Auch viele Russen stürmten am Sonntag Leogang, um jenen Ort kennenzulernen, in dem ihre Kicker wohnen und trainieren.

"Wir sind bummvoll und mussten die Tore des Steinbergstadions schließen", berichtete Tourismusdirektor Christian Kresse im Gespräch über einen bisher nicht dagewesenen Besucherandrang beim öffentlichen Training der Gastmannschaft. Es seien über 1.300 Fans aus ihrer Heimat angereist. "Die Russen kommen von überall her, um ihre Fußballer zu sehen", erzählte Kresse. Viele Fans reisen aus Zell am See, Kitzbühel, Innsbruck oder Deutschland an. Auch der Ansturm der Medienvertreter sei enorm, weil das Spiel Schweden gegen Russland am nun besonders spannend sei, meinte Kresse.

Rätselraten herrschte über die Anwesenheit von prominenten Russen in der Pinzgauer Gemeinde. Kresse bestätigte, dass der Sportminister Vitaly Mutko seine Mannschaft besucht hatte. Doch wer in den anderen Hubschraubern war, die in Leogang am Sonntag gelandet waren, wollte Kresse nicht verraten. "Die Herrschaften sind privat da", gab sich der Tourismusdirektor sehr diskret.

Solidarisierung mit Russen
Elisabeth Unterrainer vom Gasthof Kirchenwirt in Leogang, wo die Gäste mehrere Appartements gemietet haben, berichtete von einem regen Kommen und Gehen. Ob auch der russische Oligarch und FC-Chelsea-Besitzer Roman Abramowitsch da sei, wisse sie nicht. Sie habe ihn jedenfalls nicht gesehen, sagte die Wirtin. "Heute ist extrem viel los in Leogang, die Stimmung ist ausgezeichnet", sagte Unterrainer.

Die Einheimischen halten unterdessen fest zur Mannschaft der russischen Gäste: "Viele Autos der Leoganger sind mit einer österreichischen und einer russischen Fahne geschmückt", berichtete Kresse von einer Solidarisierung der Pinzgauer mit den ausländischen Kickern. (apa/red)

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