Salzburger nehmen in Bundesliga Fahrt auf:
"Wir kommen jetzt so richtig in Schwung"

Franz Schiemer: "Die Formkurve zeigt nach oben" "Bullen" vor Verpflichtung des Brasilo-Stürmers Alan

Salzburger nehmen in Bundesliga Fahrt auf:
"Wir kommen jetzt so richtig in Schwung" © Bild: GEPA pictures/Krauss

Salzburg nimmt in der Bundesliga dank der traditionellen Heimstärke Fahrt auf. Nach dem 4:1-Heimsieg in der Champions-League-Qualifikation gegen Omonia Nikosia wurde nun Wr. Neustadt in der Red-Bull-Arena 4:2 bezwungen. "Die Formkurve zeigt nach oben, wir kommen jetzt so richtig in Schwung", meinte Verteidiger Franz Schiemer.

Trainer Huub Stevens freute sich über die starke Offensivleistung, ärgerte sich aber über so manchen Aussetzer in der Defensive. Vor allem Tormann Gerhard Tremmel machte bei den beiden Toren der Niederösterreicher keinen sicheren Eindruck. "Das 2:2 darf nicht passieren, das weiß auch Gerry. Daran muss er arbeiten. Aber wo gearbeitet wird, werden auch Fehler gemacht", erklärte der Niederländer, in dessen Team vor allem Jakob Jantscher (zwei Tore), Christoph Leitgeb und Gonzalo Zarate (ein Treffer) überzeugten.

Dass noch die Balance in der Abwehr fehlt, liegt für Stevens vor allem am Ausfall von Außenverteidiger Andreas Ulmer sowie der laufenden Integration der neu geholten Spieler. In naher Zukunft könnte ein weiterer Neuer hinzukommen, denn die Salzburger sollen vor einer Verpflichtung des 21-jährigen brasilianischen Stürmers Alan (Douglas Borges de Carvalho) von Fluminense stehen.

Keine reife Defensivleistung
Ähnlich wie Stevens war auch Wr. Neustadts Trainer Peter Schöttel mit dem Abwehrverhalten alles andere als glücklich. "So wie wir uns in der Defensive verhalten haben, zeugt das nicht gerade von Reife. Daraus müssen wir unsere Lehren ziehen", stellte Schöttel nach der ersten Niederlage im vierten Match klar. "Wir haben auswärts zwei Tore geschossen und fahren trotzdem ohne Ernte heim, das darf nicht passieren. Wir haben saudumme Tore bekommen", ärgerte sich auch Stürmer Hannes Aigner. Als schwacher Trost blieb Schöttel die Erkenntnis, "dass wir unseren Teil zu einem spektakulären Spiel beigetragen haben".

Geärgert haben sich die Wr. Neustädter auch über zwei Schiedsrichter-Entscheidungen: Ein Kopfball-Tor von Aigner wurde wegen Stürmerfoul aberkannt und das 3:2 von Jantscher war abseitsverdächtig. (apa/red)