Salzburg-Wahl von

Kämpferischer Auftakt

Motto des Abends: "Auf Salzburg schauen". Spindelegger und Rauch als Ehrengäste.

Wahlkampfauftakt der ÖVP zur Salzburger Landtagswahl © Bild: APA/Gindl

Mit kämpferischen Tönen und viel Optimismus startete die Salzburger Volkspartei am Freitagabend in der Halle 4 des Salzburger Messezentrums in die Intensivphase des Wahlkampfs. Spitzenkandidat Wilfried Haslauer und sein Team wurden von den rund 900 Parteifreunden mit viel Applaus und Standing Ovations gefeiert. "Jetzt ist die Zeit des Kampfes", appellierte Haslauer an die Parteifreunde, die nächsten vier Wochen um jede Stimme zu werben. "Wir werden diese Wahl gewinnen, wenn wir sie gewinnen wollen. Ich will sie gewinnen!", gab sich Haslauer angriffslustig.

"Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit und jetzt naht die Zeit der Entscheidung", zitierte Haslauer aus der Bibel. Es gehe um die Frage, "ob Vertuschung und Lüge das Prinzip der Politik sein können oder der Mut zur Wahrheit". Die Wahlen seien ein Risiko, aber sie wären notwendig. Er wolle nicht, dass Salzburg von einer "sumpfigen Mure aus Lüge und Täuschung" überschwemmt werde. Burgstaller habe das Vertrauen verspielt und außer dem Finanzskandal nichts vorzuweisen, es brauche die ÖVP an der Spitze, um das Desaster aufzuräumen und Salzburg wieder zu einem Vorzeigeland zu machen. "Wer außer uns soll es machen?", fragte Haslauer zum Ende seiner knapp einstündigen Rede.

Zur Unterstützung des Salzburger Teams waren Bundesparteiobmann Spindelegger, Bundesgeschäftsführer Johannes Rauch, der ehemalige Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, Gemeindebundpräsident Helmut Mödlhammer sowie zahlreiche ehemalige VP-Politiker ins Messezentrum gekommen. Die Partei sprach von ingesamt rund 900 Besuchern. Auf der Bühne hatte das gesamte Kandidatenteam Platz genommen, ein Salzburger Löwe aus Holz wachte über das Geschehen.

Haslauer als Kämpfer

Er habe eine Reise nach Israel verschoben, um den "Auftakt für den Landeshauptmannwechsel in Salzburg zu feiern. Das lasse ich mir nicht entgehen", gab sich Bundesparteiobmann Michael Spindelegger optimistisch. Haslauer sei ein Kämpfer und werde den Kurswechsel im Land schaffen. Und als Landeshauptmann werde Haslauer mit der Salzburger ÖVP danach die Bundespartei für den Kanzlerwechsel am 29. September unterstützen.

Es gehe am 5. Mai um "eine Richtungsentscheidung nach der schwersten Krise, in die Gabi Burgstaller unser Land hat schlittern lassen", betonte Parteigeschäftsführer Wolfgang Mayer. Salzburg könne sich keine "weiteren fünf Jahre Ignoranz, Inkompetenz und Führungslosigkeit leisten".

Rennen, rennen, rennen lautete die Botschaft aller Redner an die Parteifreunde. Das Land müsse umgedreht werden, forderte Schüssel in einem kurzen Statement: "Ihr müsst für den Haslauer rennen, damit er Landeshauptmann wird", rief Schüssel: "Wann, wenn nicht jetzt! Die Ärmel aufkrempeln und den Löwen lebendig machen. Kämpft!"

SPÖ hat Land zur Lachnummer gemacht

Die SPÖ habe ein blühendes Land herabgewirtschaftet und zur Lachnummer gemacht. Salzburg sei zum "Inbegriff von Misswirtschaft und Spekulation" geworden, rief auch Mödlhammer zu einer politischen Wende in Salzburg auf. Ein Bürgermeister einer kleinen Gemeinde, der so etwas anrichte wie die Chefin dieses Landes, trete sofort zurück. Wenn er es nicht tue, werde er "mit nassen Fetzen davongejagt", wetterte Gemeindebundpräsident Mödlhammer.

Für die ÖVP geht es am 5. Mai um viel: Sie will das traditionell bürgerliche Bundesland Salzburg, in dem seit 2004 die SPÖ die Mehrheit hat, wieder für die Volkspartei zurückerobern und den Landeshauptmann stellen. Laut Umfragen liefert sich die ÖVP, die ebenso wie die SPÖ nach dem Finanzskandal mit deutlichen Verlusten rechnen muss, mit den Sozialdemokraten ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Position der stimmenstärksten Partei.

Kommentare

wieso schreibt niemand das man den lachtaler fressnapf(schüssel) in salzburg gesichtet hat ? oder haben sie ihn gleich wieder verjagt ?

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