Salzburg-Wahl von

Sparen bei Behinderten?

Aufregung um Reduktion von Stellen- Lebenshilfe ortet Menschenrechtsverletzung

Salzburgs Landeschefin Gabi Burgstaller stimmt für die Wehrpflicht. © Bild: Roman Zach-Kiesling/NEWS

Auf heftige Kritik ist das Bildungsressort des Landes Salzburg mit dem Plan gestoßen, ab September 2013 die Anzahl der Schulassistenten für die Begleitung von Schülern mit besonderem Betreuungsbedarf von derzeit 22 auf 14 zu reduzieren. Die Lebenshilfe reagierte auf die Sparmaßnahme empört. "Das Land Salzburg ist am besten Weg, eine Menschenrechtsverletzung zu begehen", ärgerte sich Lebenshilfe-Präsident Germain Weber in einer Aussendung.

Die betroffenen Schüler könnten durch die Kürzungen künftig vom Schulbesuch aus medizinischen Gründen befreit werden. "Diese Schlussfolgerung ist unzulässig und an Zynismus nicht zu überbietet", empörte sich Weber. Die Schüler müssten "weiterhin ihr Recht auf integrative Schuldbildung uneingeschränkt in Anspruch nehmen können", forderte der Universitätsprofessor. "Die Schulassistenz ist notwendig, weil sie eine bedarfsgerechte Unterstützung bietet, die Lehrkräfte entlastet und die einzelne Person ins Zentrum rückt. Nicht kürzen, sondern weiter ausbauen, sollte die Devise lauten. Wir sind zuversichtlich, dass das Land Salzburg in diesem Fall eine gangbare Lösung findet."

Bemühen um Lösung

FPÖ-Behindertensprecher NAbg. Norbert Hofer übte am Samstag ebenfalls scharfe Kritik an der geplanten Stellen-Streichung. "Damit wird ein Unterricht für die betroffenen Kinder in einer regulären Schulklasse nicht mehr möglich. Es handelt sich hier um Autisten und um Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen, die durch den Unterricht in einer ganz normalen Schulklasse ihren Weg in das Leben finden sollen. Es ist schlichtweg eine Gemeinheit, dass das Land einerseits Millionen verspekuliert und dann auf der anderen Seite gerade bei behinderten Kindern und bei Kindern, die wirklich eine besondere Betreuung benötigen, spart."

Aus dem Land Salzburg - ressortzuständig ist LH Gabi Burgstaller - hieß es dazu, man bemühe sich um eine Lösung und versuche, die Assistentenstellen zu erhalten. Ob man das Budget dafür erhöhen könne, sei noch nicht geklärt.

Stellen für kommendes Schuljahr gesichert

Die 22 Schulassistenten-Stellen seien für das Schuljahr 2013/2014 gesichert, hieß es am Samstagnachmittag aus dem Büro von Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (S). Die Assistenten werden vom Bildungsressort finanziert, um die individuelle Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit sozial-emotionalen Defiziten in der Schule zu ermöglichen und die Pädagogen zu unterstützen.

Burgstaller sei es besonders wichtig, dass diese verhaltensauffälligen Kinder nicht ausgeschlossen würden, sondern der Schulbesuch durch die Assistenz ermöglicht und ihnen damit eine Chance für die Zukunft gegeben werde, wurde betont. „Trotz notwendiger Einsparungsmaßnahmen im Landesbudget wurden die Gelder für dieses wichtige Projekt nicht gekürzt. Die Basisfinanzierung in der Höhe von mehr als 400.000 Euro wurde nie gekürzt", sagte die Landeshauptfrau. Für das kommende Schuljahr sei das Projekt durch Auflösung von Rücklagen im bisherigen Ausmaß weiter abgesichert.

Kommentare

Pfui Teufel..... Ohne Lobby bist in diesem Land nicht mal einen Pfifferling wert. Bessere Chancen haben langjährige Parteisoldaten, Bangster, und Ex-Politiker, für die sich in jeder beliebiger Einkommenskategorie Versorgungsposten finden lassen. Bin ich froh gesund zu sein, und mich von diesen Volksver(t)rätern nicht so schikanieren lassen zu müssen.

Zuerst verzocken sie Millionen, zahlen einem Versager eine fette Hofratspension, kassieren noch Monate lang ihre Politikergehälter und dann bleibt kein Geld für das Wichtige.
Schadenersatzforderungen an alle Landesregierungsmitglieder von rot und schwarz. Die sollen nicht abtreten, als wäre nichts geschehen!!!!

reini61 melden

Wollen Sie jetzt wo sie das Feld räumen müßen ,die roten noch mehr zerstören

christian95 melden

100% richtig!
Seit dem EU Beitritt kommen 80% der Gesetze schon aus Brüssel. Diese Typen gehören ALLE ersatzlos eingespart.
In Deutschland haben einige Bundesländer über 16 Mio Einwohner (doppelt so viel wir Österreich) und kommen mit EINER Regierung aus.
Will jemand behaupten Deutschland hat zu wenig Politiker?

Seite 1 von 1