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Salzburg marschiert Titel entgegen

Schmidt: "Besser kann man es nicht mehr machen" - Admira tiefer in Krise

FUSSBALL-BUNDESLIGA:FC RED BULL SALZBURG © Bild: APA/KRUGFOTO

Es scheint eine eigene Liga. Red Bull Salzburg ist im österreichischen Fußball derzeit nur schwer zu stoppen. Das 6:0 am Samstag im Westderby gegen Wacker Innsbruck war eine Demonstration. Nach ihrem Bundesliga-Rekord für ungeschlagene Spiele in Serie (31) wollen die Salzburger auch den Meistertitel zurück in die Mozartstadt holen. Für viele Experten und auch Trainerkollegen ist er dem Team von Roger Schmidt in dieser Form kaum zu nehmen.

Nach zwölf Runden liegen die Salzburger acht Punkte vor den ersten Verfolgern Grödig und Ried. Während sich die Wiener Großclubs Rapid und Austria nächsten Sonntag im Derby weitere Punkte wegnehmen werden, steht für die Bullen das direkte Duell in Grödig auf dem Programm. Mit 31 Partien ohne Niederlage haben sie nicht genug. "Es soll nicht dabei bleiben, sondern wir wollen da weitermachen", versicherte Schmidt.

Auch am Donnerstag in der Europa League gegen Standard Lüttich. Mit einem weiteren Sieg - den dritten im dritten Gruppenspiel - würden die Salzburger die Tür in die K.o.-Phase weit aufstoßen. Die Generalprobe ist vollauf gelungen. "Es war schon großartig, was meine Mannschaft über 90 Minuten abgeliefert hat", erklärte Schmidt. "Sie hätte auch nachlassen können, aber das tut sie nicht. Das gefällt mir eigentlich am besten an ihr."

Gegenwehr der Innsbrucker im Keim erstickt

Das Gegenpressing erstickte jede Gegenwehr der Innsbrucker im Keim. "Besser kann man das nicht mehr machen", meinte Schmidt. "Und man hatte nie das Gefühl, dass die Mannschaft irgendwie zufrieden ist." Sonderlob holte sich Christoph Leitgeb ab, der seine Chance im zentralen Mittelfeld nutzte. "Er hat eindrucksvoll bestätigt, was er bereits bei den Einwechslungen gezeigt hat", sagte Schmidt über den ÖFB-Teamspieler. "Besser war er noch nie."

Mut machte auch der Gesundheitszustand von Kapitän Jonatan Soriano, der bereits vier Tage nach einem einen Bänderanriss im Sprunggelenk durchspielte. "Das war keine Wunderheilung, sondern eine großartige Arbeit der Physios", betonte Schmidt. "Er ist ein erfahrener Spieler und ich habe ihm vertraut." Der Führende der Schützenliste dankte es seinem Trainer mit dem 6:0, seinem zwölften Saisontreffer.

Vorarbeit Kampls

Kevin Kampl leistete gleich zu vier Toren die Vorarbeit. "Am Besten soll es die ganze Meisterschaft so weitergehen", sagte der Slowene nach seiner Gala. Die Länderspielpause scheint keine Spuren hinterlassen zu haben. "Es war auch eine wichtige Injektion vor dem Spiel gegen Lüttich", meinte Innenverteidiger Franz Schiemer, der nach langwierigen Adduktorenproblemen im Finish sein Saisondebüt gab.

Innsbruck-Trainer Roland Kirchler sieht den Meistertitel längst an die Bullen vergeben. "Es ist sehr imposant, was dieses Team abliefert. Das ist eine ganz andere Salzburger Mannschaft, als ich sie in den letzten Jahren kennengelernt habe", erinnerte der Ex-Internationale. "Die beherrschen sogar die Gegner in der Europa League. Die Mannschaft ist noch sehr jung, hat noch Luft nach oben und wird immer besser."

Grenzen aufgezeigt

Dem eigenen Team wurden in Salzburg die Grenzen aufgezeigt. Ausruhen will man sich auf dem Zehn-Punkte-Vorsprung wegen der acht Zähler Abzug für die Admira im Abstiegskampf aber nicht. "Wir haben auch gar nicht das Recht, irgendetwas locker zu nehmen. Die Warnung vom letzten Jahr müsste groß genug sein", verwies Kirchler auf den nicht mehr für möglich gehaltenen Abstieg des SV Mattersburg.

Auf die Admira kommen nach einer 0:4-Heimpleite gegen Grödig in den kommenden Wochen mit Sturm und Rapid auswärts sowie Salzburg zu Hause und Ried auswärts weitere schwere Spiele zu. "Wir müssen alles Negative jetzt ausblenden", forderte Kapitän Richard Windbichler. "Aufstecken werden wir nicht", versprach Trainer Walter Knaller. Auch nicht auf dem Grünen Tisch. Gegen den Punkteabzug wegen Verstößen gegen die Lizenzbestimmungen läuft ein Protest.

Kommentare

Herzliche Gratulation aus Wien an Roger Schmidt und seine Mannschaft!!! Hoffen, dass sein Vertrag bald verlängert wird und dass er in Salzburg bleibt. Was er aus dieser Mannschaft gemacht hat ist wirklich MEISTERHAFT!!!
Halten Euch die Daumen für die Europa League, wo ihr bestimmt sehr, sehr weit kommt! Euer Kampfgeist und Euer Zusammenhalt ist einzigartig! Macht weiter so, Ihr seid die BESTEN!!!!

Liebe Grüße aus Wien

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